Insider-Diary Anja: Leben im Herzen von Vancouver

Leben im Herzen von Vancouver Sonnenuntergang am Strand

Für unseren Insider Anja läuft das Leben in Kanada sehr gut. Neben ihrem neuen Job im Herzen von Vancouver, erlebt sie weitere tolle Dinge. Weitere Informationen erhältst du unter Work and Travel in Kanada.


Die perfekte Balance als Travelbuddys

Hola!
Meine Anne hat ihren Job in Deutschland gekündigt! Ursprünglich wäre sie nach vier Monaten im September zurück gegangen und wieder in den Alltag zuhause eingestiegen. Sie hat diese wahnsinnig schwierige Entscheidung getroffen und tatsächlich durchgezogen. Nicht jeder ihrer Freunde oder Familienmitglieder war darüber so begeistert wie ich. Es zeugt von unendlich viel Mut, sein geordnetes, strukturiertes Leben „aufzugeben“ und ein Abenteuer, wie wir es gerade erleben, weiterhin zu wollen und dafür auch Risiken in Kauf zu nehmen und diese einmalige Chance zu nutzen. Das Working Holiday Visum für Kanada kann man in seinem Leben nur einmal erhalten und es gilt höchstens für ein Jahr.

Ich freue mich riesig, dass sie die übrigen 8 Monate nicht einfach verfallen lässt und mir hier weiterhin Gesellschaft leistet. Das wird sie niemals bereuen – da bin ich mir sicher! Ich glaube wir haben die perfekte Balance als Travelbuddys und ergänzen uns vielmehr als dass wir uns auf den Keks gehen könnten. Meistens jedenfalls! Kekse mögen wir zum Beispiel beide gern. Mit Schoko.

Vor einem Jahr hätte ich auch noch nicht damit gerechnet, dass ich heute in Vancouver wohnen würde. Mit Bikini, Shorts, Flip Flops und gut eingecremt bin ich in 10 Minuten von unserem neuen Zuhause aus am English Bay Beach und lasse die Sonne ihr Übriges tun. Auf dem Weg dorthin über die Denman Street findet man die verschiedensten Angebote für einen „kleinen“ Strandsnack wie Wraps, Pizza, Donair (Döner), Bratwurst oder Slurpees (bah!). Fehlen nur noch die Partyeimer.

Das Leben im Herzen von Vancouver

Jeden Dienstagabend findet am Third Beach ab ca. 19 Uhr der Drum Circle statt, wo sich Touristen, Locals, Backpacker und vor allem Gypsies mit ihren mitgebrachten Trommeln jeder Art versammeln und den Sonnenuntergang anfeuern. Jede Woche ergibt sich dadurch ein ganz neues Zusammenspiel, aber immer wieder ein mitreißendes Feeling! Wenn die Sonne dann irgendwann hinter einem Berg verschwindet und der letzte Sonnenstrahl hervorblitzt, brechen alle schlagartig im Jubel aus und der ganze Strand tanzt.

Es scheint als würde sich jeder für den Tag, das gute Wetter und sein Leben bedanken. Da jubel ich dann auch mit!
Über Groupon konnten wir für jeweils ca. 30 $ 10er-Karten für Yoga-/ und Zumbakurse in Vancouver erwerben. Zum Yoga hab ich es bisher noch nicht geschafft. Dafür hat uns der kleine, asiatische (und stockschwule) Tanzlehrer mit seinem sexy Hüftschwung beim Zumba schon so richtig neidisch gemacht! Ich versuche zu ignorieren, dass ich keinem seiner Schritte geschweige denn seinen Armbewegungen folgen kann und gebe mich damit zufrieden, dass ich mich zumindest eine Stunde lang bewegt habe. In der letzten Reihe kann auch fast niemand mein Spiegelbild dazu sehen! 😄

Menschen tanzen im Herzen von VancouverDas Mitwirken beim Filmdreh hat sich irgendwie doch zerschlagen. Nachdem ich einer Agentur Bilder und nähere Angaben zu mir geschickt habe, wollten sie unter anderem auch meine Handynummer haben, um ein Telefoninterview führen zu können. Seitdem ich Deutschland verlassen habe, bin ich für jeden nur über WiFi erreichbar und ganz ehrlich: mir gefällt’s! Ein Interview via Whatsapp wollten sie scheinbar nicht führen. So wichtig ist mir das mit dem Schauspielern dann auch nicht gewesen. Ich werde versuchen, so lange wie möglich ohne eine kanadische Nummer oder mobilem Internet auszukommen. Ich bin mittlerweile in so vielen Restaurants, Bars und Stores aller Art im WiFi registriert, dass ich auf der Straße alle paar Meter neue Nachrichten auf meinem Handy erhalten oder verschicken kann. Kostenlos. 😎✌

Cocktails im Herzen von Vancouver Essen im Herzen von Vancouver

Der neue Job

Lucie, unsere tschechische Mitbewohnerin, arbeitet im Bellaggio Café und hat mir ein Jobinterview mit der Managerin organisiert. Tagsdarauf war ich um 12 Uhr mittags da und habe mich 2 Minuten lang mit der Italienierin unterhalten. Ich habe ihr erklärt, dass ich keinerlei Erfahrung in der Gastronomie habe und sollte am nächsten Tag zum Probearbeiten kommen. Ohne zu wissen, was ich überhaupt verdiene, stand ich schon auf dem Schichtplan für die nächsten drei Wochen. Das hab ich mir wirklich schwieriger vorgestellt. Ich darf jetzt stolz behaupten dass ich einen Job habe – im Herzen von Vancouver. Bisher werde ich als Host, Foodrunner und Bartender trainiert bis ich irgendwann auch den Kellnerstatus erreiche und einen Bellaggio-Gürtel tragen darf.

Als Foodrunner hab ich schon ein paar Blessuren von den sauheißen Skillets und böse Blicke der Köche abbekommen. Als Host habe ich nette Gäste kennengelernt und an die 3 Millionen Servietten gefaltet. An einem Tag hinter der Bar hab ich gelernt die riesige Kaffeemaschine zu bedienen und weiß jetzt wie ich mir für die Arbeit den leckersten Eiskaffee zubereite. Am besten gefällt mir der Job als Host, wenn ich draußen in der Sonne an meinem Pult stehen kann und zur italienischen Musik beim Falten an meinen Liebsten denke und mir vorstelle wie er um die Ecke kommt und plötzlich vor mir steht, um mich zu überraschen. Schön wärs – ich muss mich noch etwas gedulden! Aber was sagt man noch gleich über Vorfreude? 😉

Tipp: Probiert unbedingt die Perogies im Warehouse auf der Granville St. oder einen leckeren Cocktail im Earls Restaurant auf der Robson St. zur Happy Hour – gut und günstig!


Du hast auch Lust durch Kanada zu reisen? Dann informiere dich unter Work and Travel in Kanada!