Insider-Diary Alina: Mein Start in das Leben in Ghana

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Unsere Insiderin Alina ist nach Accra gereist, um an einem Sozialarbeit-Projekt teilzunehmen. In ihren ersten Tagen hat sie das Leben in Ghana kennengelernt und den Kakum Nationalpark besucht. Du möchtest wie Alina das Leben in Ghana kennenlernen? Dann informiere dich über unser Sozialarbeit-Projekt in Ghana.


Die Ankunft in Accra

Letzte Woche am Montag, den 21. Mai 2018, bin ich gegen Mittag mit einer Freundin in Accra am Flughafen angekommen. Nach kurzer Wartezeit kamen uns dann auch schon die Praktikawelten-Hauskoordinatorin Evelyn mit dem Fahrer Patrick entgegen. Ungefähr eine gute Stunde waren wir nun zu unserer neuen Unterkunft für die nächsten vier Wochen unterwegs.

Das Praktikawelten-Haus

Für ein behagliches Leben in Ghana sorgen zwei Häuser von Praktikawelten. Wir wohnen in Haus zwei mit insgesamt 13 Personen. Hier passen sogar bis zu 36 Volunteers rein. Das Haus ist dementsprechend ziemlich groß und verfügt über mehrere Badezimmer. Die meisten Volunteers sind wie ich in einem Projekt an einer Schule untergebracht, andere arbeiten in Krankenhäusern, um dort für ihre spätere Berufswahl Erfahrungen zu sammeln.

Unsere Verpflegung

Um unsere tägliche Verpflegung kümmert sich Eva, die Köchin. Sie bereitet uns morgens zu 7.00 Uhr das Frühstück zu: Hier gibt es Pancakes, Obst, Porridge oder Brot. Das Abendessen gibt es dann um 5.00 Uhr; es duftet schon Stunden vorher köstlich aus der Küche. Für den kleinen Hunger zwischendurch kann man sich selber im nahegelegenen Supermarkt verpflegen.

So ist das Leben in Ghana

Die Kultur in Accra ist überwältigend. Meine Augen sind meist total überfordert, da ich gar nicht weiß, wo ich zuerst hinschauen soll! Es ist ganz anders und viel „afrikanischer“ als in Südafrika. Die Frauen tragen alles Mögliche auf ihren Köpfen herum und die Männer haben die Hände bis zum Anschlag voll bepackt. Auf der Straße wird auch Allerlei angeboten – ob Getränke, Obst, frischgebackenes Brot oder Süßigkeiten. Wenn du an der Ampel stehst, laufen sofort dutzende Händler zu dir. Selbst im Auto bist du nicht vor ihnen sicher…markt-in-ghana

Auf Hängebrücken durch den Nationalpark

Am ersten Wochenende haben wir direkt eine Tour zur Cape Coast und zum Kakum Nationalpark gemacht. Erster Stopp nach drei Stunden Fahrt: der Nationalpark. Die Natur dort war einfach wunderschön, wir haben die verschiedensten elf bis 40 Meter hohen Bäume gesehen und sind über sieben Hängeseilbrücken gewandert. Ich konnte jedoch gar nicht soweit runter schauen, da der Boden mit ganz viel Grün bedeckt war. Am Nachmittag sind wir in ein Resort an der Cape Coast gefahren. Dort haben wir den restlichen Tag und die Nacht verbracht. Die kleinen Bungalows haben aufgrund ihrer bunten Bemalungen etwas sehr Authentisches und Idyllisches ausgestrahlt. Auch der Strand war traumhaft schön und wirklich sauber. Alles in allem eine wirklich angenehme Nacht!haengebruecke-regenwald

Gänsehauterlebnis im Elmina Castle

Am nächsten Morgen sind wir um 9.00 Uhr zum Elmina Castle aufgebrochen. Das Gebäude war wirklich beeindruckend, aber die Geschichte dahinter ist erschreckend. Jahrzehntelang wurden dort Sklaven aus ganz Afrika festgehalten, bevor sie in alle Welt verkauft wurden. Unsere Führung ging in die alten Gefängnisse und Herrschaftsräume. Diesen extremen Unterschied kann ich gar nicht in Worten beschreiben. In einer Gefängniszelle mussten ca. 150 Menschen auf engstem Raum zusammenleben, ohne jegliche Sanitäranlagen oder Tageslicht. Die Atmosphäre war das erste Mal seit Langem wirklich bedrückt. Wie können Menschen denken, dass andere Menschen ihr Eigentum sind? Ich kann nur hoffen, dass so etwas nie wieder passiert! Und bin gespannt, was mir das Leben in Ghana in den nächsten Wochen noch bieten wird…


Du möchtest wie Alina das Leben in Ghana kennenlernen? Dann informiere dich über unser Sozialarbeit-Projekt in Ghana.