Guatemala, Gastfamilie und das Projekt

Ausblick in Guatemala

Unser Insider Melina arbeitet in Guatemala in einem Projekt mit Kindern. In ihrer Freizeit nimmt sie gerne Angebote von der Sprachschule wahr und hat sogar schon einen Salsa Kurs besucht.

 

Heute mal etwas Allgemeines über Guatemala, Gastfamilie, Projekt und so weiter.

Durch die Mitreisendenliste von Praktikawelten konnte ich vor meiner Reise schon Kontakt zu anderen Teilnehmern knüpfen. Daher wusste ich auch schon, dass wir zu 2. in einer Gastfamilie sind. Als ich hier ankam war es ca. 22:30 eine Kirche in GuatemalaUhr am Sonntagabend. Die Familie machte sofort einen sehr freundlich Einduck und sie boten mir auch gleich noch was zu Essen an. Von uns 2 Mädels hier hatte jeder ein eigenes Zimmer, das Bad teilen sich aber alle. Seit meiner 2. Woche bin ich jetzt alleine bei meiner Gastfamilie. Sie besitzen eine Bäckerei, daher gibt es immer leckeres Essen und Snacks für unterwegs. Ich habe 7 Gastgeschwister, wovon 6 noch zu Hause wohnen. Da von ihnen keiner Englisch spricht und ich nur ein wenig Spanisch, ist die Kommunikation manchmal etwas schwierig, aber nicht unmöglich. In meiner 1. Woche hatte ich einen Sprachkurs, doch in einer Woche schafft man nicht allzuviel. Ich würde empfehlen vorher schon mal Spanisch zu lernen oder mehrere Wochen Sprachkurs zu machen. Das erleichtert die Sache hier ungemein. Ich habe immer ein kleines Taschenwörterbuch dabei und wenn es so auch nicht klappt, dann hilft der Übersetzer auf dem Handy.

Das Projekt

Seit 2 Wochen bin ich jetzt in meinem Projekt. Ich arbeite in meinem Nachbarort wo ich entweder mit dem Bus hinkommen kann oder ich laufe 20 min. In der 1. Woche war ich mit meiner Spanischlehrerin und einer Freundin das Ausblick in GuatemalaProjekt besichtigen. Dort gibt es behinderte Kinder, einen Kindergarten und eine Vorschule. Wir konnten uns dann aussuchen, mit welcher Gruppe wir zusammen arbeiten wollen. Da ich Therapeutin werden möchte, war für mich gleich klar, dass ich zu den behinderten Kindern gehe. Die ersten 2 Tage war es schon etwas komisch und man musste sich erstmal eingewöhnen, aber mittlerweile hab ich dort viel Spaß. Zum Anfang helfe ich den Wäschefrauen immer beim zusammenlegen und dann beschäftige ich mich mit einem kleinen Mädchen in das ich mich schon verliebt hab. Sie freut sich immer wenn ich komme und gestern sagte die Ärztin zu mir, dass sie sehr traurig sein wird, wenn ich geh. Oft geh ich mit ihr zur Physiotherapie und bevor ich Feierabend habe, helfe ich noch dabei die Kinder zu füttern.

Freizeitangebote

Ausblick in GuatemalaJeden Nachmittag gibt es ein Freizeitangebot von der Sprachschule. Hierzu hängt ein Wochenplan in der Schule, wo man sich für die Aktivitäten einschreiben kann. Dies gilt auch für diejenigen, die schon im Projekt sind. Manche Aktivitäten kosten Geld, andere wiederum sind umsonst. Da wir hier in San Juan wohnen, muss man vorher mit dem Bus nach Antigua fahren. Das dauert jedoch nicht lange und eine Fahrt kostet ca 25 ct. Gestern wurde z.B. ein Salsa Kurs angeboten und in der letzten Woche eine Vulkanwanderung. Wochenendausflüge gibt es hier auch. Da wir hier zur Zeit aber nicht so viele Freiwillige sind, kommen diese meist nicht zustande, da sich meistens 6-8 Leute anmelden müssen. Um trotzdem was zu erleben, kann man ganz einfach Ausflüge bei einer der vielen Travel Agencies buchen. So fahr ich nächstes Wochenende z.B. mit 3 Freunden nach Livingston an die Karibikküste.

Abends treffen wir uns manchmal und gehen noch zusammen aus. Anders als in Deutschland enden die Parties hier schon um 1 Uhr. Danach geht es mit dem Taxi nach Hause. Da verhandelt man einfach vorher mit dem Taxisfahrer Busse in Guatemaladen Preis. Zu Beginn erhält hier jeder eine Orientierungstour durch Antigua. Viele glauben, dass es hier sehr gefährlich sei, zwecks Überfällen usw.
Ich persönlich kann nur sagen, dass ich hier noch nie so etwas mitbekommen habe und mich hier sehr sicher fühle.Zum Schluss noch ein kleiner Tipp. Überprüft vorher ob eure Kreditkarten hier funktionieren. Wir hatte jetzt schon ein paar Leuten, bei denen das Geldabheben schwierig war. Ansonsten kann ich eine Reise nach Guatemala nur empfehlen. Es lohnt sich auf jeden Fall.

Sozialarbeit mit Kindern in Guatemala