Gletschertour und gefährliche Fahrten in Neuseeland

Insider Nico am Franz Josef Gletscher
Wir liefen durch viele enge Gletscherspalten

Unser Insider Nico erzählt von seiner aufregenden Woche:

Hallo,

von Punakaiki ging es dieses Mal weiter nach Franz Josef. Der erste Stopp war in Greymouth, wo es eine Brauereiführung durch eine kleine Brauerei gab. Im Anschluss an die Führung gab es dann die Möglichkeit, die verschiedenen Biersorten zu probieren, wobei es vier Bier gratis gab.

Der spannendste und gleichzeitig auch gefährlichste Straßenabschnitt auf der Strecke zwischen Punakaiki und Franz Josef und in ganz Neuseeland ist ein ganz besonderes Erlebnis. Hierbei handelt es sich um eine einspurige Brücke, auf der sich der normale Straßenverkehr und der Schienenverkehr die gleiche Spur teilen müssen, d.h. man muss sehr wachsam und sehr schnell sein, wenn man nicht will, dass plötzlich hinter oder vor einem ein Zug auftaucht. Erschwerend kommt hinzu, dass die Straße jeweils am Brückenanfang und Brückenende in einem sehr steilen Winkel zur Brücke hinläuft, sodass man große Probleme hat, den Zug frühzeitig zu erkennen. Es gibt auch keine Schranken, Ampeln oder ähnliches, damit man vor einem Zug gewarnt wird. Also wenn ihr an diese Brücke kommt, dann heißt es, sehr genau schauen, wobei man einen sehr schlechten Blick hat, ob ein Zug und Gegenverkehr kommt und sobald man sicher ist, dass nichts kommt, dann heißt es, voll aufs Gas treten und hoffen, dass einem kein Zug entgegenkommt oder hinter einem auftaucht. War auf jeden Fall eine sehr lustige Angelegenheit. =D

In Franz Josef habe ich eine Gletschertour gemacht, die sehr viel Spaß gemacht hat und man einfach gemacht haben muss. Bevor man aber den Gletscher besteigen kann, muss man sich entsprechend ausrüsten, wobei alles (Stiefel, Socken, Jacke, Hose, Handschuhe, Sonnenbrille, Mütze, Tasche, Spikes etc.) was man braucht, kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt. Anschließend heißt es, zum Helipad laufen und warten, bis man vom Hubschrauber abgeholt wird, der einen dann in einem kurzen Flug von wenigen Minuten auf den Gletscher bringt. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, warum man mit dem Hubschrauber fliegen muss. Die Antwort ist, dass man den Gletscher zu Fuß nicht mehr erreichen kann und der Hubschrauber die einzige Option ist, auf den Gletscher zu gelangen. Auf dem Gletscher angekommen, ging es dann auch gleich los, diesen zu erkunden und durch teilweise sehr enge Gletscherspalten zu laufen. Nach ca. 3,5 Stunden auf dem Gletscher ging es mit dem Hubschrauber wieder zurück nach Franz Josef, wo man sich in den kostenlos zur Verfügung gestellten Hotpools (36, 38 und 40 Grad warmes Wasser) wieder aufwärmen und relaxen konnte.

Außerdem gibt es um Franz Josef einige Walks, die man machen kann. Einer dieser zahlreichen Walks führt in die Nähe des Gletschers. Dort bekommt man dann auch einen Eindruck davon, wie schnell der Gletscher abschmilzt. Ist echt sehr interessant, wenn man sieht, dass innerhalb von wenigen Jahren (ca. 5-6 Jahren) mehrere hundert Meter Gletscher einfach abgeschmolzen sind.

Bis bald und viele Grüße von der Südinsel.
Nico

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