Gebuchte Touren in Australien

Sonnenuntergang im Meer

Insider Lisa S. erzählt, welche Touren sie in Australien mitnimmt:

Hallöle,

es ist schon eine ganze Weile her, dass ich das letzte Mal was geschrieben habe; was aber auch unter anderem an dem schlechten Internet lag, das ich zeitweise auf meiner Reise hatte.

Ich weiß schon gar nicht mehr, wo ich anfangen soll. 

Nach Mission Beach ging’s für mich nach Townsville. Die Erlösung!! Endlich wieder bequem zu Fuß einkaufen gehen! Wobei diese Stadt viele Eindrücke bei mir hinterlassen hat. Am ersten Abend habe ich gleich nette Leute kennengelernt, mit denen die Zeit wie im Flug vorbei ging.
In den darauffolgenden Tagen bin ich den ersten Aborigines begegnet, die einem ganz schön Angst einjagen können. Wie man gemustert wird, beobachtet… Keine schöne Erfahrung und vor allem wollte man abends auch nicht mehr alleine draußen rumlaufen.
An meinem vorletzten Abend in Townsville wollte ich zum Mc Donalds. Als ich fast da war, musste ich ganz außen rum laufen wegen einer Baustelle. Und dann stand da ein Bauarbeiter, der zu mir gesagt hat, der Mc hätte geschlossen. Ich dachte zuerst „Ja die Australier wieder, immer zum Scherzen aufgelegt“, aber nein! – tatsächlich, dieser Mc Donalds hatte 3 Tage am Stück geschlossen!

Sonnenuntergang im MeerAm letzten Tag bin ich dann mit der Fähre nach Magnetic Island rübergeschippert. Die Insel hat mich nicht wirklich aus den Socken gehauen. So wie fast überall hier gab es zwar schöne Strände (an denen man leider nicht schwimmen darf), aber sonst war es relativ braungrau, mit Straßen durch das Nichts bis zum nächsten kleinen Örtchen.
Der Tag war trotzdem richtig schön, da ich im Koala Sanctuary war und viele Tiere sogar angefasst habe, die ich normaler Weise nicht mal anschauen würde (wie zum Beispiel diverse Reptilien)!
Der Höhepunkt war das hier überall bekannte Koala-Foto. Nur hier in Queensland ist es noch erlaubt, für ein Foto einen Koala auf den Arm zu nehmen. Und nach dieser kleinen Kuscheleinheit geht es einem gleich besser. 🙂

Danach hieß es: auf nach Airlie Beach! Dort hatte ich insgesamt sieben Nächte bis zu meiner Tour auf die Whitsundays. Als ich angekommen bin, kam mir das unvorstellbar vor, in diesem Ort mit einer Straße, die man hoch und runter gehen kann, eine ganze Woche zu verbringen. Aber am Ende habe ich mich dort so wohl gefühlt, dass es mir sehr schwer fiel, zu gehen. Ich habe so viele kleine tolle Momente dort erlebt, die ich nie vergessen werde. Unter anderem habe ich im „Beaches“ den Melbourne Cup live angesehen, mit dieser Atmosphäre, die da aufgekommen ist (obwohl es nur eine TV-Übertragung war), habe ich richtig Gänsehaut bekommen und für meinen Favoriten mitgefiebert!

Jeep am StrandSo jetzt zur Whitsundays Tour! Die habe ich in dem Greyhound Paket gebucht – zusammen mit meinen Bustickets, und der Fraser Island Tour. Vor meinem Aufbruch habe ich in Airlie schon sehr viel Schlechtes über die Tour gehört. Zum Beispiel: das Segelboot war kaputt und die Tour wurde abgesagt ohne Entschädigung. Oder, dass viel mehr Menschen auf dem Boot waren, als vorher angekündigt. Trotzdem habe ich versucht, mich davon nicht beeindrucken zu lassen und die Tour auf mich zukommen zu lassen. Ich hatte sie gezahlt, gebucht und musste das Beste daraus machen!

Los ging es schon mal so, dass der Busshuttle über eine Stunde Verspätung hatte und wir in der prallen Mittagssonne warten mussten. Als dann der Bus endlich kam, mussten wir noch auf den Tour Guide warten, der sich beim Einkaufen verbummelt hatte… ! Der erste Tag bestand also nur aus warten, der Shuttle Fahrt zum Hafen und der Überfahrt zum Resort (meine Tour war mit Pride of Airlie; Kostenpunkt ca 450 Dollar).

Schiffs-Wrack am StrandAm zweiten Tag waren wir die ganze Zeit auf dem Boot, haben die Whitsundays gesehen, die wirklich sehr schön sind, und eigentlich stand der Whitehaven Beach auf dem Plan, zu dem wir auch gesegelt sind (hat man uns zumindest gesagt, als man uns an einem schönen Strand eine Stunde ausgesetzt hatte). Im Nachhinein hat sich heraus gestellt, dass das irgendein Strand war, nur nicht der berühmte Whitehaven! Das hinterlässt natürlich einen Bösen Nachgeschmack! Leider mussten wir nicht nur auf dieser Tour die Erfahrung machen, dass die Australier immer alles ganz toll anpreisen und super freundlich sind, und dich hinten rum aber abzocken!

Denn auf Fraser Island haben wir ca. 350 Dollar für eine Tour bezahlt, in der wir unsere Verpflegung selbst einkaufen mussten, in einem Bush Camp untergebracht waren (ohne Duschen), in dem wir die Zelte auch noch selbst putzen mussten, und da es geregnet hat wie in Strömen, sind wir für die zweite Nacht in ein Hotel umgezogen, für das wir pro Person noch 20 Dollar Aufpreis zahlen mussten und ohne Kissen und Bettwäsche auf einer Plastikmatratze schlafen durften. Das einzige, wofür es sich gelohnt hat, dass wir so viel gezahlt haben, waren die Jeeps, mit denen wir den ganzen Tag auf der Insel rumgefahren sind. Aber bei strömendem Regen kommt leider der Spaß nicht richtig auf!!

Zusammen genommen habe ich 800 Dollar für die beiden Touren gezahlt, die ihr Geld absolut nicht wert waren!! Im Vergleich dazu bekommt man eine Thailand Tour für ca. 700 Dollar!

Schiffs-Wrack am StrandMit so viel schlechten Erfahrungen noch positiv zu bleiben, ist nicht ganz einfach. Vor allem, weil ich jetzt total unsicher bin, ob es sich hier überhaupt noch lohnt, irgendwas zu buchen, oder ob man überall so abgezockt wird. Zuerst sieht alles ganz super aus. Und das, was man letzten Endes macht, ist ein kleiner Abklatsch dessen, was man sich vorgestellt hat, oder gar nicht das, was man erwartet hat. Trotz allem stehen mir noch zwei Touren bevor, die ich über ein Reisebüro gebucht habe, das sehr vertrauenswürdig wirkt und viele gute Kritiken hat. Ich setzte einfach meine Hoffnungen da rein, dass diese Touren viel besser werden, und vielleicht das, was bisher schief gegangen ist, etwas wett machen.

Natürlich hört sich das jetzt alles sehr negativ an. Und wenn man über das Geld nachdenkt, das man ausgegeben hat, kann man sich wirklich ärgern. Aber in all diesen Sachen habe ich trotzdem lustige und schöne Momente gehabt, auf die ich jetzt nicht verzichten würde. Ich habe gesehen, was man gesehen haben muss. Ich habe mir mein eigenes Bild dazu gemacht und teile meine Erfahrungen gerne den vielen anderen mit, die ich hier treffe, die das noch vor sich haben.

Und vor allem freue ich mich schon darauf, alles meinen Freunden, Bekannten und meiner Familie zu erzählen, was ich hier erlebt habe!

Ich bin jetzt bis nach Noosa gekommen und morgen ziehe ich nach Brisbane weiter. Eine Station, auf die ich mich hier schon lange freue.

Ich hoffe, dass ich in meinem nächsten Bericht etwas mehr ins Detail gehen kann.

Bis bald!

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