Garden Route und Safari-Tour

Naomi füttert einen Elefanten

Insider Naomi erlebt in Südafrika sehr viel. Die Arbeit im Projekt bereitet ihr viel Spaß und sie hat eine Garden Route und Safari-Tour gemacht.

Hallo ihr Lieben,
etwas verspätet kommt hier jetzt auch endlich der Bericht von meiner dritten Woche in Südafrika. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, bin ich vor Ort fast nie zum Schreiben gekommen, da es immer so viel Spannendes zu erleben gab. Die Woche hat super angefangen mit traumhaft schönem Wetter am Montag. Im Kindergarten habe ich mit den Kids draußen gespielt und beim Füttern der Kleinen geholfen. Vor dem Mittagessen habe ich die Seifenblasen, die ich aus Deutschland mitgebracht hatte, herausgeholt und war innerhalb von Sekunden von 30 Kindern umringt, die alle mal durch den Ring pusten wollten. Eine der Erzieherinnen hat mir geholfen eine Schlange zu organisieren, was definitiv leichter klingt als es war, da alle ständig geschubst und gedrängelt haben, um ja als nächstes an der Reihe zu sein. Als dann jeder einmal, mit mehr oder weniger Erfolg, gepustet hatte, habe ich das Seifenblasenproduzieren übernommen, da es sonst ewig gedauert hätte. Die wenigsten haben es tatsächlich geschafft, Seifenblasen zu machen, da sie entweder zu fest oder fast gar nicht gepustet haben. Teilweise habe ich dann geholfen, um Frustratrion zu verhindern. Jedenfalls waren alle begeistert von den bunten Kugeln, die immer direkt Opfer von Kinderhänden wurden.

Nachmittags war ich mit meinen beiden Zimmergenossinnen im Cheetah Outreach Project, wo wir eines der schönen Tiere hautnah erleben und sogar streicheln konnten. Diesen Nachmittag zähle ich zu meinen schönsten Erlebnissen in Südafrika, da es einfach total beeindruckend war, einem Raubtier so nahe zu sein. Der Gepard hat die ganze Zeit geschnurrt, was micht beruhigt hat, da es heißt, dass er die Streicheleinheiten genossen hat und nicht gezwungen wurde, für uns stillzuliegen. Einmal ist er auch zwischendrin aufgestanden und herumgelaufen, bis er irgendwann von alleine zu seinem Pfleger zurückkam. Ich finde es gut, dass den Tieren dort diese Freiheiten gewährt werden und dass sie einfach gehen können, wenn sie keine Lust mehr haben. Daher kann ich nur empfehlen, dem Projekt mal einen Besuch abzustatten.

Naomi streichelt einen Geparden.

Am Dienstag habe ich mich ziemlich schlapp gefühlt, bin aber trotzdem in den Kindergarten gegangen, da ich finde, dass man als Freiwilliger den Kindern und Betreuern gegenüber eine gewisse Verantwortung hat und die wollte ich nicht wegen einer kleinen Erkältung schleifen lassen. Als ich dann dort war und meinen kleinen Liebling Taylor knuddeln konnte, ging es mir auch direkt viel besser. Babies sind gut für die Gesundheit! Nachmittags stand ein Ausflug zum Tattoostudio um die Ecke an, da eines der Mädels aus meinem Zimmer sich eins stechen lassen wollte und mich als moralische Unterstützung mitgenommen hat. Abends waren wir wieder in der Starbar #tequilatuesday!! War wie auch das letzte Mal sehr lustig und wir haben viele interessante (und teilweise sehr merkwürdige Leute) kennengelernt. Das späte Nachhausekommen hat sich dann am nächsten Tag bemerkbar gemacht und deshalb wurde der Mittwochnachmittag für einen kleinen Mittagsschlaf und Einkäufe genutzt.

Donnerstags stand wieder mehr auf dem Plan: Nach einem anstrengenden Tag im Kindergarten hat Monty uns drei Mädels aus dem Rhino room nach Monkey Town gefahren. Das ist ein Affenzoo nur 10 Minuten vom Praktikaweltenhaus entfernt. Da das Wetter nicht so mega war, waren wir die einzigen Besucher und hatten das ganze Gelände für uns. Nachdem wir alle Affen gesehen hatten und bei der Schimpansenfütterung zuschauen konnten, war es Zeit für unsere Affenbegegnung. Dazu sind wir mit einem Führer in das Gehege der Kapuzineräffchen gegangen und konnten mit ihnen spielen und interagieren. Man musste aber aufpassen, dass sie sich nicht bloß die Erdnüsse aus unseren Händen klauen, sondern auch noch ein bisschen dableiben. Wir haben uns sofort in die kleinen flauschigen Affen verliebt und wollten gar nicht mehr gehen…

Drei Tage Garden Route und Safari-Tour

Freitagmorgen wurden wir sehr früh für unsere drei-tägige Garden Route und Safari-Tour abgeholt. Wir waren acht Mädels aus dem Haus und hatten deshalb unseren eigenen Minibus, was sehr cool war. Nach etwa fünf Stunden Fahrt kamen wir endlich zu unserem ersten Stop: Den Kangoo-caves! Wir haben die Adventure-Tour gemacht und ich war restlos begeistert. Die Tropfsteinhöhlen sind wirklich wunderschön und jeder, der ein bisschen Spannung liebt, ist dort genau richtig. Während der Führung musste man sich durch teilweise super enge Spalten zwängen oder auf dem Bauch durch niedrige Gänge robben. Ziemlich verdreckt sind wir danach zu unserem Hostel für die Nacht gefahren, wo ich zum Abendessen das erste Mal Straußenfleisch probiert habe – sehr lecker!

Naomi füttert einen Elefanten

Am nächsten Tag mussten wir sehr früh aufstehen, da der Elephant Bush Walk auf dem Programm stand. Das war wirklich eine tolle Erfahrung und definitiv der beste Teil vom Wochenende. Wir sind mit den Elefanten gelaufen, durften sie streicheln und füttern und sie haben uns mit ihren Rüsseln umarmt. Ich war diesen riesigen Tieren vorher noch nie so nahe und war wirklich beeindruckt von der Sanftheit, mit der sie uns trotz ihrer Größe berührt haben. Nach der Elefantenbegegnung haben wir uns auf den Weg zur höchsten Bungeejump-Brücke der Welt begeben, wo ein paar von uns Mädels es gewagt haben zu springen (ich nicht haha). Selbst aus der Ferne sah es sehr sehr hoch aus … Die Nacht haben wir in einem Hostel namens “Afrovibes” verbracht, das direkt am Strand lag. Es war wunderschön dort und wir wollten gar nicht gehen am nächsten Morgen. Doch wir hatten ein letztes tolles Erlebnis vor uns: eine Safari!! Da es ein privates, relativ kleines Reservat war, wusste unser Ranger von fast allen Tieren, wo sie sich meistens aufhalten und wir haben deshalb superviel gesehen: Elefanten, Giraffen, Zebras, Löwen, Gnus, Antilopen, Hippos und Nashörner. Es war so anders und sehr schön, die Tiere mal nicht wie im Zoo hinter Gittern, sondern in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen. Natürlich ist der Krüger Nationalpark nochmal ein ganz anderes Level und dort möchte ich auch unbedingt irgendwann noch hin, aber von Kapstadt aus ist er für einen Wochenendtrip einfach zu weit weg.

Alles in allem hatte ich eine tolle dritte Woche in Südafrika und die Zeit verflog wie im Flug! Bald folgt dann auch mein Bericht über meine letzte Woche in diesem wunderschönen Land.

Liebe Grüße,
Naomi

Sozialarbeit mit Kindern in Südafrika