G9 in Bayern: Abitur in neun Jahren ist wieder da!

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Am Mittwoch, den 05.04.2017, stand es also offiziell fest: In Bayern wird das G9 wieder eingeführt! Wir erklären dir, was das bedeutet und inwiefern das sogar positiv für einen Auslandsaufenthalt deiner jüngeren Geschwister ist.


Zum Schuljahr 2004/05 war das G8, also das um ein Jahr verkürzte Gymnasium, in Kraft getreten. Mit seinem verkürzten Lehrplan und Nachmittagsuntericht war das achtjährige Gymnasium dabei oft ein Streitthema. Nach langen Diskussionen hat die CSU nun das Zurück zum G9, also zu den Jahrgangsstufen fünf bis 13, beschlossen und folgt damit Vorgängern wie beispielsweise Niedersachsen. Startdatum in Bayern ist das Schuljahr 2018/19 für die Klassen fünf und sechs.

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Das ändert sich mit G9

Generell gibt es eine gute und eine weniger gute Nachricht. Fangen wir mal mit der Guten an: Die Schüler werden insgesamt mehr freie Nachmittage in der Unter- und Mittelstufe haben! Erst in der zehnten Klasse beginnt dann regulär der Nachmittagsunterricht. Die schlechte Nachricht ist allerdings, dass sie dadurch wieder mehr Hausaufgaben bekommen. Schließlich wäre diese für sie zum Lernen und Üben wichtige Zeit andernfalls nicht gewährleistet.

Künftig sollen Kernfächer wie Deutsch, Fremdsprachen und Mathe außerdem wieder mehr gestärkt werden. Ebenso wie politische Bildung. Und: Informatik wird jetzt für alle Schüler Pflicht! In der heutigen Zeit der zunehmenden Digitalisierung eigentlich gar nicht so verkehrt, oder? Der Lehrplan soll also insgesamt nicht einfach gestreckt, sondern richtig ausgebaut werden und die Schüler so noch besser auf ihre Zukunft vorbereiten.

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Mit G9 sind Bayerns Schüler auf der Überholspur

Nach Jahrgangsstufe zehn erreichen sie den Mittleren Schulabschluss, weshalb die „neue“ Jahrgangsstufe elf künftig die Einführungsphase der Oberstufe bildet. Diese Klasse können die Schüler durch die institutionell verankerte Überholspur umgehen! Die potentiellen „Überflieger“ werden also weiterhin die Möglichkeit haben, ihre Schulzeit faktisch auf G8 zu verkürzen und damit ein „Turbo-Abi“ zu machen.

Dafür werden in der neunten und zehnten Klasse am Nachmittag Zusatzmodule in den Kernfächern, im Umfang von bis zu vier Wochenstunden pro Schuljahr, eingeplant. Außerdem sollen sie in Zukunft durch einen jeweiligen „Mentor“, eine Lehrkraft als speziellen Ansprechpartner, besonders begleitet werden. Die Schüler werden also lange mit Gesprächen und Förderunterricht auf das Überspringen vorbereitet.

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Ab ins Ausland

Unter Inanspruchnahme verschiedener Förderprogramme können sich Schüler im neuen bayerischen Gymnasium außerdem auf einen Auslandsaufenthalt vorbereiten. Besonders cool: Ein spezielles Stipendienprogramm ist in Planung! Dieses soll sie unter bestimmten Voraussetzungen (zum Beispiel bestimmten Schulleistungen) vor und während ihres Auslandsaufenthaltes unterstützen. Der Traum vom Auslandsjahr rückt damit also noch mehr in greifbare Nähe! Optimal beispielsweise für einen High-School-Aufenthalt deiner jüngeren Geschwister!

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