Ein Wochenende in Argentinien

Gruppenfoto Argentinien

Stipendiatin Pia hat ein turbulentes Wochenende in ihrer neuen Heimat auf Zeit hinter sich. Dabei hat sie nicht nur neue Tänze kennengelernt, sondern auch unter anderem die Gastfreundschaft der Argentinier hautnah zu spüren bekommen. Lust auf dein ganz persönliches Abenteuer in Argentinien bekommen? Mehr Infos findest du auf unserer Website.


Hallo liebe Leser,

heute möchte ich euch von meinem Wochenende in Cordóba berichten.  So richtig begonnen hat es am Freitagabend, denn wir Leute von der Sprachschule waren eingeladen zum „choripan“. Eine Freundin, die ich hier kennengelernt habe, und ich waren nachmittags noch shoppen. Und wie das öfters so ist, haben wir etwas die Zeit vergessen und mussten uns beeilen, um nicht zu spät in der Schule zu sein. Allerdings sind wir Deutschen hier so gut wie nie zu spät. Wenn beispielsweise der Sprachkurs um 9 Uhr beginnt, so fängt er dann doch erst um viertel nach 9 an.

Also glücklicherweise alles etwas entspannter als in Deutschland und wir waren noch rechtzeitig beim choripan. Vorstellen  kann man sich das ungefähr so: Etwa 30 Leute haben sich nach und nach auf der Dachterrasse der  Sprachschule versammelt. Jeder brachte etwas zu trinken mit und teilte es mit jedem. Einer der Sprachlehrer grillte und dann aßen wir alle gemeinsam in harmonischer Atmosphäre und bei angenehmen Temperaturen. Später sind wir dann noch in eine Salsa- und Bachata Bar gegangen, wo wir unsere neuerlernten Tanzschritte präsentieren konnten.

Hoch die Hände, Wochenende!

Am nächsten Tag habe ich mich mit ein paar anderen Deutschen in der Stadt getroffen und wir verbrachten den Tag im Park. Es war natürlich nur im Schatten der Bäume auszuhalten. Abends hat meine WG alle eingeladen und wir verbrachten die letzten Stunden des Tages auf unserer Terrasse. Ihr müsst wissen, dass es hier tagsüber wirklich sehr heiß und in der Sonne schwer auszuhalten ist. Deshalb treffen wir uns oft am Abend, wenn es etwas abkühlt. Was bedeutet, dass man trotzdem noch in kurzen Klamotten bleiben kann… So waren wir also auch Samstagabend auf unserer Terrasse. Wie fast immer tanzten wir zu Salsa, Bachata, Disco Fox oder einfach so wie wir grade wollten und haben Lieder gesungen und den Abend ausklingen lassen.

Fluss Argentinien
Sonntag hat es nun endlich geklappt und wir konnten unseren bereits mehrmals geplanten Ausflug machen (der vorher wegen des Wetters nicht geklappt hat). Wir sind also morgens los zur Busstation und haben uns auf den Weg nach Cabalango gemacht. Die Sonne hat zum Glück nicht zu sehr geknallt, was ganz angenehm war. Cabalango ist ein Ort, in dem ein Fluss fließt, der mit lauter Steinen durchkreuzt ist. Die Steine sind so groß, dass wir uns mit einer Gruppe von 12 Personen locker auf 2 Steinen verteilen konnten. Nachdem wir alle etwas geschlafen, geredet und uns den Fluss und den !Wasserfall! angesehen haben, waren wir alle erstmal hungrig. Am Rand des Flusses waren einige Buden, in denen man Pizza, Eis oder natürlich Empanadas essen konnte.

Wahre Gastfreundschaft

Wir waren von ungefähr 12 bis 18 Uhr da – dann fing es an, etwas zu donnern, und wir wollten uns auf den Rückweg machen – wie aber leider so ungefähr fast jeder, der den Tag am Fluss verbracht hat. Als wir also an der Busstation angekommen sind, standen da so ca. 100 bis 200 Leute, die alle den gleichen Plan hatten wie wir. Um es kurz zu machen, glaubt es oder glaubt es nicht: alles in allem hat es 7 Stunden gedauert, von dem Moment in dem wir aufgebrochen sind bis zu dem Moment in dem wir zu Hause waren. Wir hatten Glück und haben einige sehr nette junge Argentinier kennengelernt, die sich nach etwa 2 oder 3 Stunden auf die Suche nach einer anderen Bushaltestelle gemacht haben, die etwas weiter oben sein musste, denn einige Busse sind leer an uns vorbei gefahren und voll zurück gekommen.

In der Tat haben sie sie gefunden und sind extra zu uns zurückgekommen, um uns zu holen, trotz eines relativ langen Weges und der Dunkelheit. Die Jungs haben uns dann also die andere Haltestelle gezeigt, bei der wir dann zwar immer noch einige Stunden warten mussten, aber immerhin bessere Chancen hatten. Aber es gab einen kleinen Markt nebenan, auf dem es zum Beispiel Musik und Empanadas gab. Letztendlich haben wir es dann geschafft und sind alle müde und leider auch sehr sehr verbrannt (die Sonne war wohl doch stärker als gedacht) ins Bett gefallen.


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