Ein Wettlauf gegen die Dunkelheit

Insider Sebastian in Kanada vor einem See

Insider Sebastian berichtet von einer spannenden Rettungsaktion während seiner Arbeit im Wildlife-Projekt

In der Arbeit ist mittlerweile ein bisschen Routine eingekehrt. Durch die Phase der Einarbeitung bin ich durch und mache vieles schon selbstständig. Mit den Tieren zu arbeiten macht sehr viel Spaß, ich kümmere mich viel um sie. Insider Sebastian in Kanada vor einem SeeUnd diese Woche kamen ständig neue und vielfältigere Aufgaben dazu. Das macht die Zeit im Projekt natürlich umso spannender. Ich komme vermehrt mit Kanadiern in Kontakt, die hier Hunde oder Katzen vorübergehend in Pension geben oder sich einfach das Wildlife-Projekt anschauen. Die Menschen sind alle sehr freundlich und höflich. Das begeistert mich jeden Tag.

Etwa die Hälfte der Zeit, die ich arbeite, verbringe ich mit den Hunden und Katzen. Die andere Hälfte mit der Pflege und Fütterung der Wildtiere. Ich kann mir dabei die Zeit selbst einteilen. Die Anlagen für die Hunde und Katzen sind sehr schön und die Besitzer geben sie gerne hier ab. Sie sind alle sehr dankbar dafür, dass wir die Tiere aufnehmen, solange sie verreisen.

Katze im Wildlife-ProjektDie Wildtierarbeit hielt für mich dann diese Woche eine Überraschung bereit. An einem späten Nachmittag bekamen wir einen Anruf, dass neben einem Highway südlich von Cochrane ein verletzter Adler sein soll. Wir machten uns natürlich sofort auf den etwa 60 km langen Weg. Für Kanadier ist das praktisch um die Ecke. Da es bereits dämmerte fuhren wir mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, denn bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auf Landstraßen hätten wir es nicht mehr rechtzeitig vor der Dunkelheit geschafft. Leider haben wir es dann trotz aller Versuche nicht geschafft den Adler zu finden. Wir liefen den Highway auf beiden Seiten etwa einen Kilometer ab, mussten uns dann aber doch der Dunkelheit geschlagen geben. Wir machten uns also wieder auf den Heimweg und mussten einsehen, dass wir leider nicht immer helfen können.

Neben der Arbeit machte ich natürlich auch wieder einen Ausflug. Ich machte mich auf den Weg in die nahegelegenen Rocky Mountains. Das Wetter war morgens noch schön, je weiter ich aber in die Berge hinein fuhr, desto nebliger wurde es. Ich beschloss dann, nicht weiter zu fahren, sondern mir dort die Gegend anzuschauen. Weiter zum Banff Nationalpark werde ich dann bei schönerem Wetter fahren. Trotzdem habe ich die Landschaft auch hier genossen und ein paar schöne Schnappschüsse gemacht. 🙂

Wildlife-Projekt in Kanada