Ein strahlendes Herz

Marktverkauf an der Straße

Stipendiatin Flora berichtet von ihrer ersten Zeit in Ghana:

Die ersten Tage sind nun schon vorüber und die Zeit rennt. Alles was ich bis jetzt hier erlebt habe, ist unbeschreiblich, es wird nicht reichen, nur meine Texte zu lesen und meine Fotos zu gucken, um nachvollziehen zu können, was hier los ist.

Es ist eine komplett andere Welt, es ist sehr erschreckend zu sehen, was hier für eine Armut herrscht. Die Menschen verdienen ihr Geld, indem sie auf dem Mark oder an bzw. sogar auf der Straße alle möglichen Dinge verkaufen, sie tragen schwere Gefäße auf dem Kopf und neben ihnen fahren die Autos (vor allem viele Tro Tros) blitzschnell vorbei. Die Luft ist schlecht, überall liegt Müll, manche Häuser fallen halb aufeinander, viele Kinder müssen arbeiten und gehen nicht zu Schule.

Es sind viele Eindrücke die man tagtäglich als Europäer nicht gewohnt ist und auch seine Zeit braucht, um diese zu verarbeiten. Der Gedanke, dass man nicht allen helfen kann, ist für mich schwer zu ertragen. Trotz allem – der Strand und die Mentalität der Menschen lässt mein Herz strahlen! 🙂

Fotos machen ist hier nicht wirklich erlaubt, darum stellt euch darauf ein, dass ich nicht so viele in den Blog stellen werde… aber wie ihr seht gebe ich mein bestes.

Ansonsten, an die Unterkunft habe ich mich gewöhnt. Ein Dreierzimmer mit kleinen Holzbetten und Moskitonetz, ein dreckiges Bad, mit einer – naja Dusche kann man es nicht nennen, aber einem Duschkopf, aus dem das Wasser herauströpfelt, ein großes gemütliches Wohnzimmer und eine Küche (die wir uns momentan mit 23 Andern teilen) und vor allem ziemlich viel Staub und Dreck.

Die anderen Freiwilligen sind alle nett und ich fühle mich wirklich wohl. Ich denke, dass sich da auch echte gute Freundschaften ergeben werden. Gearbeitet habe ich jetzt schon zwei Tage in der Liz Global Schule, doch die Ferien sind erst seit einer Woche zu Ende und die meisten Kinder kommen erst nächste Woche. Mit Zeiten, Struktur und großer Organisation haben es die Menschen hier in Ghana wohl nicht so im Vergleich zu uns Deutschen. 🙂 Die Kinder sind jedenfalls super süß und auch sehr anhänglich, kuschelig und herzlich.

Ich denke die Arbeit wird mir viel Spaß bereiten und ich freue mich auf die nächsten Wochen. Am Wochenende steht der erste Ausflug nach Cape Coast an, von dem ich berichten werde.

 

Sozialarbeit in Ghana