Ein Spaziergang durch die Baumkronen Ghanas

Unser Insider Annika streichelt ein Krokodil in Ghana.
Am Ende unseres Ausfluges hatten wir Gelegenheit ein Krokodil zu streicheln.

Insider Annika berichtet von ihren Erlebnissen in Ghana:

Hallo an alle Weltenbummler und solche, die es werden wollen!

Lange Zeit habe ich nichts von mir aus Ghana hören lassen, weil ich unheimlich viel erlebt und wenig Zeit zum schreiben gefunden habe.
Erst mal vorab: Mir geht es sehr, sehr gut hier und ich bin unheimlich glücklich, dass ich diese Reise machen darf.

Am Anfang gab es einige Schwierigkeiten, ich war mit meinem Projekt nicht glücklich und hatte dadurch auch Schwierigkeiten mit Heimweh. Nachdem ich aber Mitte der letzten Woche wechseln konnte und nun was mit Kindern mache, geht es mir um Welten besser.

Inzwischen habe ich mich hier richtig gut eingelebt und bin wirklich angekommen. Allmählich kehrt sowas wie Alltag ein, aber die besonderen Momente bleiben natürlich auch.

Neben meinem neuen Projekt, ein kleines Abenteuer für sich, bei dem ich die Kinder schon total ins Herz geschlossen habe, habe ich auch so viel erlebt.

An meinem ersten Wochenende war ich mit einigen Mitreisenden am Bojo Beach, eine total schöne Anlage. Am letzten Wochenende stand dann unsere Cape Coast Tour von Praktikawelten an, die mir unheimlich viel Spaß gemacht hat.
Samstags sind wir sehr früh los gefahren und waren gegen Mittag in Cape Coast, wo wir gefrühstückt haben. Empfangen wurden wir mit einem ordentlichen Wolkenbruch bei ca. 27 Grad. Die Kinder haben die Gelegenheit genutzt und sich in die Straßengräben gestürzt um zu plantschen.

Wir haben nach dem Frühstück eine Führung durch das Elmina Castle bekommen, eine alte Burg, in der Sklaven so lange gehalten wurden, bis man sie verschiffen konnte. Erst dachte ich: Oh nein, keine lahme Museumstour, aber als wir dann die Führung hatten und man die ganze Geschichte gehört hat, war ich fasziniert und erschüttert zugleich. Die Führung gehört auf jeden Fall zu meinen prägendsten Erlebnissen hier. Zu unserem Glück war an diesem Tag, direkt vor der Burg auch noch ein sehr farbenfrohes Festival, das wir so bestens beobachten konnten.

Alle möglichen „Könige“ der Region haben sich dort mit dem „Oberkönig“ getroffen, soweit ich das verstanden habe. Natürlich wurde jeder auf seiner eigenen Sänfte aufs Gelände getragen.

Nachmittags sind wir dann zu unserer, wunderschönen, direkt am Strand gelegenen, Hotelanlage gefahren, wo wir in kleinen Bungalows geschlafen haben.

Am Sonntag sind wir morgens zum Nationalpark los gefahren, wo wir über die berühmten Hängebrücken, viele Meter über den Baumkronen, spazieren durften – natürlich haben die gewackelt wie verrückt, sonst wäre es ja auch langweilig gewesen.

Nachmittags sind wir dann noch zu den Krokodilen gefahren, die wir sogar streicheln durften – ein total abgefahrenes Gefühl, werde ich nie wieder vergessen.

Alles in allem war das Wochenende also ein echt gelungener Erfolg und ich würde es immer wieder machen. An diesen zwei Tagen habe ich hier so viele neue Eindrücke gewonnen, schon allein bei der Fahrt durch die Dörfer mit den Lehmhäusern, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, oder auch bei dem Tarzan-ähnlichen Ausblick über die Baumwipfel im Urwald. Unglaublich schöne Eindrücke, die ich niemals wieder vergessen werde.

Leider habe ich nun schon über die Hälfte meiner Zeit in Ghana rum und die letzten zwei Tage war ich auch noch krank, aber ich hoffe, dass ich die übrig gebliebenen anderthalb Wochen noch genießen kann.

Ich muss noch meine Trommel abholen (definitiv meine Empfehlung als To-Do in Ghana: Bei David eine Trommel machen lassen!), einige Mitbringsel einkaufen, ein Tagesausflug an den Strand und einer zu den Affen ist auch noch geplant und am letzten Wochenende möchte ich gerne noch verreisen, vielleicht in den Westen.

So wenig Zeit und so viele Pläne, ich hoffe wirklich, dass ich alles umsetzen kann.

Über Accra selbst und das tägliche Leben hier kann ich gar nicht mal so viel schreiben, denn man muss es einfach erleben. Eingelebt habe ich mich ja, wie schon gesagt und ich genieße die andersartige Lebenseinstellung und die permanente gute Laune der Ghanaer jeden Tag.
Ich versuche mich die nächsten Tage auf jeden Fall noch mal zu melden, auch um etwas über mein neues Projekt und meine weiteren Wochenendausflüge zu berichten.

Bis dahin sage ich Bye Bye und sende einen sonnigen Gruß ins kalte Deutschland,

Anni 🙂

http://www.praktikawelten.de/freiwilligenarbeit/unterrichten/unterrichten-in-ghana/projektinfo.html