Ein richtig süßes Weihnachtsfest

Sonnenuntergang hint den Bergen und dem Meer

Unser Insider Julischka hat mit ihren Kindern ein schönes Weihnachtsfest erlebt und berichtet:

Dies ist mein vorletzter Bericht hier in Südafrika und somit auch schon meine letzte Woche hier in diesem wunderschönen Land. 🙁 Die Zeit geht einfach viel zu schnell vorbei, aber noch muss ja kein Trübsal geblasen werden, noch bin ich ja in der Sonne. 🙂

Am Montag hatten wir bei uns im Projekt eine kleine Weihnachtsfeier. Es waren ein paar Leute da, die den Kindern aus dem Projekt ganz tolle Geschenke gemacht haben, jedes Kind hatte einen riesigen Schuhkarton (größer als jeder selbst) und da waren dann ganz viele schöne Geschenke drinnen, wie Taschen, Kuscheltiere, Puppen, Spielfiguren, Autos und eine Tüte Süßigkeiten. Es war so unfassbar süß, wie schön sich alle Kinder darüber gefreut haben… wenn ich da an die Elektronikgeschenke meiner kleinen Brüder denke… 😉 Jedenfalls war es ein richtig süßes Weihnachtsfest, sodass trotz der Hitze doch ein bisschen Weihnachtsstimmung aufkam. Es gab einen glitzernden und leuchtenden Tannenbaum und alles war weihnachtlich geschmückt. Und für die Kinder gab es Fruchtsaft und Hotdogs, ganz sicher ein Essen, das sie nicht allzu oft bekommen. Im Kindergarten jedenfalls gab es jeden Mittag nur Instantnudeln. Am liebsten würde ich noch ewig weiter erzählen von den leuchtenden Augen und den süßen glücklichen Gesichtern, aber wahrscheinlich würde es dann doch irgendwann etwas langweilig für den Außenstehenden werden.

Deshalb weiter im Tag. Nach dem Projekt haben wir uns alle zusammen (mit vielen anderen Volontären) einen entspannten Strandtag gemacht, was bei dem guten Wetter nun immer häufiger auf dem Programm stand. Abends ging es dann zum Sushi all you can eat in Somerset.

Am Dienstag haben wir mit den Kindern in unserem Projekt ein kleines „Malprojekt“ veranstaltet: Da Lisa und Alex, mit denen ich im Projekt war, am Mittwoch ihren letzten Tag hatten, haben wir mit den Kindern T-Shirts bedruckt, indem sie ihre Hände mit Farbe wortwörtlich überschüttet haben und diese dann mehr oder weniger vorsichtig auf die weißen T-Shirts gelegt haben. 😀 Das Ergebnis ist echt toll geworden und ein super schönes Andenken an diese wundervolle Zeit, die bald zu Ende geht. Nach dem Projekt haben wir uns alle ausgeruht, um fit für den Abend zu sein, an dem wir in Kapstadt auf eine Party gingen, die ganz oben über den Dächern der Stadt auf einer Terrasse stattfand.

Am Mittwoch wurden unsere sehr üppigen Malkünste dann noch weiter herausgefordert, beim Anmalen der Toilettentür unseres Kindergartens, aber den Kindern hat es gefallen und das ist ja die Hauptsache. 🙂 Abends ging es dann auf einen kleinen „Weihnachtsmarkt“ in Somerset, der aber mehr einem Fastnachtsumzug ähnelte – mit viel Musik, trompetenden und verkleideten Mädchen, die Fahnen schwenkten und Stöcke durch die Luft warfen. Hier haben wir dann auch den Abschied von Lisa und Alex gefeiert, denn die beiden sind am nächsten Morgen weiter in den Addo-Park (zu den Elefanten) gereist.

Somit war dann am Donnerstag mein erster Tag alleine im Projekt, anfangs hatte ich ein bisschen Bange, immerhin musste i

ch nun die Arbeit von uns dreien alleine bewältigen, aber mit Kindern zu spielen, ihnen Dinge beizubringen, zu singen, zu tanzen, zu basteln und zu reden, das fiel mir nicht besonders schwer und auch das Frühstück und Mittagessen hab ich alleine fertig bekommen. Also eine unnötige Sorge. 🙂 Außerdem waren wir auch viel unterwegs, denn wir sind an dem Tag zu der Halle gefahren, in der die Weihnachtsaufführung stattfinden soll und sind nochmal den Ablauf mit den Kindern durchgegangen. Zuhause haben wir (jetzt nur noch Paulina und ich), wie eigentlich jeden Tag zusammen gekocht, haben dann beim Essen einen Film geschaut und sind dann nochmal mit ein paar anderen zum Strand. Das Abendessen fand dann auch, wie eigentlich immer, vorm Laptop bei einer DVD von Monty (unserem Fahrer) statt.

Am Freitag sind wir morgens früh los und mit ein paar Leuten nach Kapstadt gefahren, wo ich zusammen mit Jonas, einem Jungen aus der Gastfamilie, den Tafelberg hoch gelaufen bin. Ich muss sagen, es war viel weniger schlimm, als alle gesagt haben, und ich bin echt überhaupt nicht fit, aber wenn man sich ablenkt, ist man plötzlich schon oben. 🙂 Nach dem Tafelberg wurden wir dann von einem netten alten Ehepaar aus Deutschland, die in Südafrika einen Zweitwohnsitz haben, runter zur Waterfront gefahren, wo wir gegessen haben und uns nach einer Beschäftigung für den Abend informiert haben. Statt dem eigentlich geplanten Jazz Club und dann Feiern mit den anderen wurde es dann aber doch einfach ein bisschen umschauen und am Meer sitzen. Ich hab an dem Tag super schöne Ecken gesehen, die ich alleine nie aufgesucht hätte, wie zum Beispiel ein schöner Steg hinter der Waterfront, der weit aufs Wasser reicht und mit einem Leuchtturm endet, von dort hat man wirklich das Gefühl, man ist mitten auf dem Meer.

Am Samstag war dann als Ausgleich zum aktiven Freitag ein Faulenzertag am Strand, wonach sich endlich meine lang ersehnte Bräune bemerkbar gemacht hat. Sonntag ging es dann erneut nach Kapstadt, eigentlich mit dem Ziel, Paragliding zu machen, allerdings gab es wegen einer Veranstaltung auf dem Lionshead keine Möglichkeit zu landen, weshalb dieser Flug für den Tag schon mal ausfiel. Also sind Paulina und ich auf den Greenmarket, um die typischen südafrikanischen Souvenirs für Freunde und Familie zu kaufen. Anschließend haben wir eine Freundin von Paulina getroffen, Anne.

Freiwilligenarbeit in Südafrika