Ein Abschiedsbuch als Mittel gegen Heimweh

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Unsere Stipendiatin Katrin lässt dich einen Blick in ihr schönes Abschiedsbuch werfen, das sie vorsorglich gegen eventuelles Heimweh bei ihrem High-School-Aufenthalt in den USA gestaltet hat. Mehr Informationen zu unserem Programm findest du unter High School in den USA.


Hallo zusammen, mein Name ist Katrin und ich werde ab Sommer 2017 als Stipendiatin von Praktikawelten ein halbes Jahr in den USA verbringen. Ein Thema, das mich vor meinem Auslandsaufenthalt viel beschäftigt hat, ist mein Abschiedsbuch. Für alle, die nicht wissen, was ein Abschiedsbuch ist, gibt es im Folgenden eine kurze Erklärung.

Was ist ein Abschiedsbuch?

Ein Abschiedsbuch ist schon fast eine Tradition unter Austauschschülern. Man gestaltet zuerst einige Seiten selbst und lässt dann Freunde und Familie etwas hineinschreiben/-kleben, was man selbst dann erst im Flugzeug auf dem Weg in die USA liest. Das ist eine schöne Möglichkeit während seines Austauschjahres immer etwas Persönliches von Freunden und Familie bei sich zu tragen, wie ich finde.

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Ich habe mein Buch mit einer blauen Folie eingebunden und dann auf die Ränder blaues und rosa Glitzer geklebt. Auf der Vorderseite habe ich noch mit dünnem schwarzen Fineliner „Auslandsaufenthalt“ geschrieben. Darunter steht mit Glitzer „USA“ und darunter noch einmal mit Fineliner „2017“. Außerdem habe ich ein altes Bild mit den Schatten von meiner besten Freundin und mir aufgeklebt und mit Glitzer umrandet. Auf der Rückseite habe ich Sprüche, die mir sehr gut gefallen, aus einem Kalender ausgeschnitten, aufgeklebt und mit Glitzer umrandet. Ja, ich habe viel mit Glitzer gearbeitet! 😉

So ist mein Abschiedsbuch aufgebaut

Auf der ersten Doppelseite habe ich Platz für die Sprüche meiner Freunde gelassen. Außerdem habe ich die „Hall of Fame“ untergebracht, damit dort alle unterschreiben können.

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Dann kommt eine Weltkarte, die ich in blau-lila Tönen gehalten habe. Hier will ich, wenn ich meine genaue Platzierung in den USA kenne, noch meine Flugroute einzeichnen. So kann man dann eine grobe Idee von der Entfernung bekommen.

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Nun habe ich eine Seite mit Text an meine Freunde und Familie geschrieben, in der ich das Abschiedsbuch erkläre und mich bedanke.

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Als Nächstes habe ich eine Doppelseite meinen Freunden gewidmet. Ich habe Bilder von uns eingeklebt und Sprüche aufgeschrieben, die ich mit ihnen oder überhaupt Freundschaft verbinde.

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Auf der nächsten Doppelseite geht es ähnlich weiter. Hier habe ich Fotos von meiner Familie und mir sowie von meinen kleinen Cousins und Cousinen und mir aufgeklebt.

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Die letzte Doppelseite über mein Leben hier in Deutschland habe ich dem Tanzen und dem Basketball gewidmet.

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Alles in allem habe ich all diese Seiten den Menschen und Dingen gewidmet, die mir in meinem Leben unglaublich wichtig und daher für mich unersetzbar sind.

Der USA-Teil meines Abschiedsbuches

Danach folgen Seiten, auf denen ich über das, was mich in den USA erwarten wird, berichte. Auf der ersten Seite habe ich Informationen über die USA zusammengetragen. Informationen über meinen Staat, meine Stadt, meine Schule und meine Gastfamilie in den USA werde ich dann noch auf den nächsten Seiten hinzufügen.

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Auf der letzten von mir gestalteten Seite weise ich meine Freunde und meine Familie darauf hin, dass jetzt sie an der Reihe sind, bitte sie darum, gut auf mein Buch aufzupassen und nach Möglichkeit kreativ zu sein.

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Woher ich die Idee hatte

Jetzt wo ich euch erklärt habe, wie mein Abschiedsbuch aussieht und aufgebaut ist, möchte ich euch noch erzählen, wie ich etwas über den “Brauch“ des Abschiedsbuchs erfahren habe. Und auch darüber, wieso ich mich dazu entschieden habe, tatsächlich eines zu machen. Die Idee und Motivation zu einem Abschiedsbuch habe ich durch unzählige YouTube-Videos bekommen.

Letztendlich dazu entschieden habe ich mich dann als klar wurde, dass ich tatsächlich einen Auslandsaufenthalt mache. Ich wollte etwas von all meinen Freunden und meiner Heimat mitnehmen, um etwas dabei zu haben, wenn ich zum Beispiel Heimweh haben sollte. Natürlich konnte es nichts Großes und Schweres sein und so wurde es mein Abschiedsbuch.

Es ist natürlich nicht perfekt, aber ich liebe es so, wie es ist. Vielleicht konnte ich den ein oder anderen von euch ja ein wenig inspirieren, darüber würde ich mich natürlich sehr freuen!

Katrin


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