Ein Abschied und Vorfreude auf Wildlife in Guatemala

Vulkan in der Nähe von Antigua in Guatemala.
Vulkane wird Yasmin in Guatemala auch besuchen können.

Insider Yasmin berichtet von ihren letzten Tagen in Antigua:

Hallo nach Deutschland 🙂

Heute Morgen konnten wir ein bisschen länger schlafen, da wir ja heute keine Sprachschule hatten und es gestern spät wurde. Nach dem Frühstück sind Avery und ich gegen 10 Uhr zur Bank gegangen, da wir beide noch Geld wechseln müssen.

Banken allgemein in Antigua zu betreten (auch wenn es nur Geldautomaten sind) ist komisch, da pro Bank mindestens 2 komplett von Kopf bis Fuß bewaffnete Polizisten oder Sicherheitsleute stehen und man am Eingang meist abgetastet oder mit einem Scanner abgeleuchtet wird. Das Geld tauschen verläuft aber immer sehr reibungslos – man muss nur seinen Reisepass mitbringen, da man pro Woche nicht mehr als 200 $ tauschen darf. 🙂

Heute um zwölf Uhr sind Avery und ich dann mit einem kleinen Shuttle zur Earth Lodge gefahren (nur zu empfehlen, die Fahrt dahin und zurück kostet ungefähr 3 US-Dollar). 🙂 Sie liegt in Antigua hoch in den Bergen zwischen den Häusern von Kaffee- und Avocadobauern. Man kann dort einen Tag verbringen oder auch bis zu 3 Nächte lang in Holzhäusern übernachten – der Ausblick von dort über Antigua ist sensationell. Auf dem Weg dahin haben wir noch fünf weitere US-Amerikanerinnen kennen gelernt. Eine davon reist für ein Jahr alleine einmal um die ganze Welt und blieb dort jetzt auch drei Nächte. Die anderen vier waren beste Freunde und machen jedes Jahr zusammen zwei Wochen Urlaub in fremden Ländern. Sie waren super cool drauf und nach einem richtig leckeren und ausgiebigen Mittagessen sind wir dann „wandern“ gegangen. Klingt jetzt vielleicht erstmal langweilig, war es aber nicht. Wir sind quer durch die ganze Region mitten durch Sand, Stein und anderes gelaufen und haben uns natürlich erstmal trotz Karte verlaufen. 😛 Dadurch sind wir aber auch an den Häusern von Einheimischen vorbeigekommen, die sich über diesen unangemeldeten Besuch richtig gefreut haben – als kleines Dankeschön haben uns die Kinder kleine Blumensträuße gebastelt und wollten sogar mit uns gehen. 🙂 Desweiteren haben wir auch eine Seilbahn gefunden, die einen noch abgeschiedeneren Teil mit diesem verband. Über diese mindestens 500 m lange Seilbahn quer über ein riesen Abgrund müssen die Schulkinder jeden Morgen. :-0
Nachdem wir es dann wie durch ein Wunder doch noch zurück geschafft hatten, haben wir uns erstmal schön ein selbstgemachtes Eis gegönnt. 😀 Danach haben wir zusammen Tabu auf Englisch gespielt – für mich trotz englischer Sprachkenntnisse nicht ganz so einfach, aber es hat einen riesen Spaß gemacht. 😛

Insgesamt sind echt viele US-Amerikaner in Guatemala anzutreffen, alle mit den unterschiedlichsten faszinieresten Geschichten und Abenteuer. Alle sind super offen und akzeptieren einen sofort und man kann mit ihnen viel unternehmen, da sie auch keine Probleme haben mit „Fremden“ was zu machen. Sie sind im Vergleich zu anderen Nationen, die ich bislang getroffen haben (Norwegen, England, China unter anderem) am offensten.

Spannend ist auch, dass Antigua für die meisten nur ein Zwischenstopp ist und sie dann genauso wie ich in andere Teile Guatemalas reisen und dort in irgendwelchen Projekten oder mit Mission-Teams arbeiten.
Für mich geht es morgen los nach Flores. Zunächst aber werde ich mir mit Avery noch einen schönen Tag machen. Zunächst werden wir gemeinsam frühstücken gehen, da es an Sonntagen in den Gastfamilien kein Essen gibt, da es für sie ein freier Tag ist. Anschließend hole ich mir im Supermarkt noch ein paar Kleinigkeiten, da ich aufgrund der Fahrt nach Flores kein Abendessen haben werde. Mittags wollen wir beide dann im Monoloco zu Mittag essen, bevor es dann um ein Uhr heißt Deutschland anfeuern. Avery ist zu einem richtigen Deutschland Fan geworden.

Gerade eben waren wir gegenüber im La Terassa, noch ein bisschen den Abend ausklingen lassen. War auch ein richtig schöner Abend, bis drei so Typen ankamen und uns dazu drängen wollten, einen Tequilla von ihnen zu trinken. Daraufhin sind wir dann gegangen, als sie einfach nicht gehen wollten. Oliver war diesmal nicht mit dabei, weil er den Vulkan heute besuchen war und gerade erst angekommen ist. Als wir dann wieder in unserer Gastfamilie waren, haben wir uns noch so einen schönen Abend mit quatschen und so gemacht.

Ich werde Avery vermissen. Aber wir haben uns versprochen, dass wir selbst noch in Guatemala in Kontakt bleiben wollen und uns vielleicht später auch gegenseitig besuchen wollen. Ich hoffe jetzt einfach, dass ich im Projekt neue Leute kennen lernen werde, mit denen ich genauso gut klar komme, wie mit Avery – ich hab ihr schon angeboten sie könnte ihre Dokumentation ja auch im Dschungel filmen und mit mir kommen.

Naja mit Vorfreude auf das Projekt und auch einem flauen ungewissen Gefühl, was mich erwarten wird, verabschiede ich mich jetzt mal.

Schöne Grüße,

eure Yasmin

http://www.praktikawelten.de/freiwilligenarbeit/wildlife/wildlife-in-guatemala/projektinfo.html