Die Reise geht weiter

Mara lächelt in die Kamera, hinter ihr ein Flus

Insider Mara erzählt, dass nach drei Wochen Cairns jetzt die Reise weiter geht:

Nach jetzt fast drei Wochen rückt sie nun doch näher, die Zeit, Abschied zu nehmen. Auch wenn ich die Zeit in Cairns genossen habe, die Regenzeit kommt näher und das Shoppingcenter bietet nach mindestens zehn Besuchen auch keine echte Abwechslung mehr.

Mara lächelt in die Kamera, hinter ihr ein FlusWas die Jobs angeht, scheine ich in Australien ein glückliches Händchen zu haben. Ich bin eine der wirklich wenigen, die es geschafft hat, hier einen Job zu ergattern. Und das, obwohl ich das Restaurant zu meiner eigentlichen Probeschicht nicht gefunden habe und am nächsten Tag zu meinem zweiten Versuch nochmal für eine Stunde weggeschickt wurde. Wahrlich kein Traumjob, Teller und heiße Pfannen zu spülen, aber die Köche waren super nett zu mir und als Extra gab es jeden Abend eine Portion feinste Pasta zum Mitnehmen.

In den drei Wochen haben wir es tatsächlich geschafft, das Hostel nur für eine Nacht verlassen zu müssen. Zuerst das 5er Mädchenzimmer, dann ein 8er Dorm, in dem wir wirklich nette Leute kennengelernt haben und zum Abschluss ein gemischtes 5er Zimmer mit Einzelbetten, das wir die ersten Nächte für uns alleine hatten. Das war gruselig. Ehrlich gesagt allerdings besser als die letzten Nächte, in denen unsere Partyjungs mitten in der Nacht grölend und rülpsend ins Zimmer kamen… Wie auch immer.

Hinter uns liegt eine ziemlich coole Zeit, in der wir am Anfang auch ziemlich aktiv waren. Die Botanic Gardens, die Esplanade, die Lagoon, die Rusty’s und Night Markets und der Cairns Tropical Zoo, wo man für ziemlich viel Geld ziemlich coole Fotos mit Koalas und Kängurus machen kann.

Taucher im WasserWir waren im Reef (► RWR zum Great Barrier Reef). Wunderwunderschön. Nicht die Seekrankheit, aber die Korallen und die Fische. 🙂 Auf jeden Fall den Platz in allen Must-do-Listen und im Travelbudget wert!

Wir waren im Regenwald. Ein wirklich cooler Trip! Dorthin, wo der Regenwald und das Great Barrier Reef sich treffen. Und an ein paar andere sehr schöne Plätze. Krokodile. Alles dabei. Und wir haben den Segen der Aborigines dieses Land zu bereisen, was immerhin auch nicht schaden kann.

Womit wir dann zum nächsten Punkt kommen: Donnerstag geht es weiter! Zwar auf andere Weise als ursprünglich gedacht aber fangen wir von vorne an.

Es gibt Millionen und Milliarden von Gruppen auf Facebook. Und da wir dachten, es gibt doch keine coolere Art, Australien zu bereisen, als in einem Van an den wildesten Orten einfach anzuhalten und Fotos machen zu können, dachten wir, wir machen uns mal via Facebook auf die Suche nach Travelbuddies. Leichter gesagt als getan. Nach zwei Tagen kam dann doch eine Nachricht und schon am Tag darauf haben wir uns mit einem französischen Paar getroffen, das sogar extra 45 Minuten mit dem Bus nach Cairns gefahren ist. Das Gespräch war eher begrenzt, auch wenn man sich eigentlich sympathisch war. Verabredet wurde, dass beide Parteien sich informieren und wir uns am nächsten Tag wieder treffen. Gesagt getan. Zumindest meine Seite. Auf Nachfrage kam dann nämlich am nächsten Nachmittag die Absage: Ja wir sind heute in ‘nem Nationalpark. Heute klappt also nicht – lol. Und, achja, wir haben einen Job und bleiben noch ‘nen Monat. Ciao.

Toll. Beim Frühstück ist die Stimmung dann so richtig schön deprimiert und wir klagen einem anderen Mädchen unser Leid. Da haben wir mal wieder Glück im Unglück. Denn die sucht auch nach einer Möglichkeit, die Küste hinab nach Brisbane zu kommen. Hey, wie sieht’s aus, sollen wir nicht zusammen fahren? Jo! Nach Anfragen bei vier Campervan-Verleihen und drei Travelagencys sieht es ganz danach aus, dass wir doch den Greyhound nehmen müssen. Erst nach Weihnachten ist wieder etwas verfügbar, das nicht 3600 $ für 15 Tage kostet. Letzter Ausweg: Ein Auto. Jetzt haben wir einen schnieken Kleinwagen für günstiges Geld gemietet und Unmengen Campingequipment gekauft und damit kann unser Abenteuer dann am Donnerstag beginnen. Wir sind alle furchtbar aufgeregt, aber freuen uns auch tierisch auf die gemeinsame Zeit. Man ist sich sympathisch, und vor uns liegen Trips auf die wundervollen Whitsundays, zum Scooteroofahren in 1770 und nach Noosa Everglades zum Kanu fahren. Und natürlich die ganze wunderschöne Küste von Queensland.

So kann ich beruhigt sagen: „Bye bye Cairns and here we come, Roadtrip!“

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