Die ersten Wochen beim Apple Thinning

Landschaft Neuseeland

Insider Sarah-Sophie hat aktuell einen Job beim Apple Thinning in Mapua. Zusammen mit ihrem Travelbuddy plant Sarah-Sophie die Weihnachts- und Silvesterzeit am anderen Ende der Welt.

Die Zeit verfliegt mal wieder wie im Fluge und die ersten beiden Wochen beim Apple Thinning in Mapua sind schon um. Weitere drei Wochen sollen noch folgen und ich kann es wieder kaum erwarten endlich weiter reisen zu können und Neuseeland zu erkunden. Der Ort Mapua ist recht klein und wenn wir einkaufen wollen, dann ist ein Auto schon von Vorteil. Meine Zimmerpartnerin Celine hat glücklicherweise eins, daher sind wir recht flexibel was die Einkaufsplanung betrifft, da wir eh im nächst größeren Ort namens Richmond arbeiten und somit den Einkauf meist nach der Arbeit erledigen können.

Nach der ersten Woche hier auf dem Motorcampsite ist mein Travelbuddy Sabine wieder dazu gestoßen und wir können unseren Neuseelandtrip nun doch weiter zusammen verfolgen. Ich hätte nicht gedacht, wie schnell man sich an eine Person gewöhnen kann. Ohne Sabine zu reisen wäre einfach nur halb so schön. Wir sind zwar wie Tag und Nacht aber es passt trotzdem wie Deckel auf Topf und ich bin wirklich froh, dass sie in Deutschland nur eine Stunde von mir entfernt wohnt.

Die Leute bei der Arbeit und hier auf dem Campsite sind alle super lieb und wir haben auch schon alle zusammen ein Lagerfeuer am Strand gemacht, mit Marshmallows und allem drum und dran. An diesem Abend habe ich einen toten Hai am Strand liegen sehen und ich muss sagen, dass ich es mir jetzt lieber zwei Mal überlege, ob ich hier im Meer schwimmen gehe oder nicht. Das einzige was ich etwas schade finde ist, dass es hier sehr viele Deutsche auf dem Campsite gibt und ich daher die meiste Zeit auch deutsch rede. Zum Glück haben wir jetzt seit einigen Tagen jemanden aus Norwegen im Zimmer und können wieder unsere Englischkenntnisse auspacken und verbessern. Wir haben zwei Küchen, freie Wäsche einmal pro Woche, eine BBQ-Stelle, freies WLAN und sogar einen Pool, in dem ich schon einige Male schwimmen war.

Weihnachten und Silvester am anderen Ende der Welt

Heute geht es mir leider nicht so gut und ich musste Zuhause bleiben, daher habe ich auch endlich mal wieder Zeit gefunden einen Bericht zu verfassen. Die Tage hier verfliegen nur so und ich bin sehr froh noch bis Ende Februar anstatt nur Ende Januar zu sein. Sabine und ich sind gerade am planen was man an Weihnachten und Silvester machen kann, aber so wie ich uns kenne bringt das Planen nichts und es kommt eh anders als wir denken. Spontane Sachen sind meist eh die Schönsten.

Um etwas in Weihnachtsstimmung zu kommen haben wir uns Adventskalender gekauft, die günstigsten um genau zu sein, denn Neuseeland ist verhältnismäßig teuer muss ich sagen. Wir kaufen uns kaum Fleisch, geschweige denn Fisch. Gemüse, Obst und Nüsse sind Luxus für uns. Hauptnahrungsmittel besteht aus Toast und Nudeln. Ich freue mich auf jeden Fall schon wieder auf die Supermärkte in Deutschland. Die Umrechnung mit dem Dollar lässt alles noch teurer hier wirken, als es eh schon ist.

Nichts desto trotz geht es mir ziemlich gut hier und ich merke, dass ich sehr viel dazu lerne. Dinge, die ich nie erkannt hätte wenn ich in Deutschland geblieben wäre. Mein Selbstvertrauen wächst und ich fühle mich an so gut wie an jedem Ort wie Zuhause. Ich habe kein Problem mehr Menschen auf Englisch anzusprechen oder mit jemandem auf Englisch zu telefonieren. Ich weiß noch lange nicht alle Wörter, die ich wissen müsste, aber ich weiß mir in fast jeder Situation weiter zu helfen und das macht mich schon ein wenig stolz.

Cheers,
eure Sarah-Sophie

Zum Programm geht’s hier: Work and Travel Neuseeland