Die erste Woche im Projekt

Vier Leute schwimmen bei Sonnenuntergang im Wasser.

Insider Merle berichtet von ihrer ersten Woche im Projekt und dem Ausflug nach Cuenca.

Neu, spannend und sehr interessant, so könnte man sie wohl beschreiben. Ich arbeite in einer kleinen psychologischen Praxis im Süden von Quito, die von einer deutschen Psychologin und einem ecuadorianischen Psychologen geführt wird. Mit mir arbeiten noch zwei weitere Praktikantinnen, eine schon seit einem Monat, die andere hat mit mir angefangen – was super cool ist, weil wir so auch jeden Vormittag zusammen frei haben und eine Menge unternehmen können!

Eigentlich hatten wir erwartet, in der ersten Woche nur zuzuhören und zuzugucken. Aber Überraschung: Wir dürfen auch selbst schon ab und zu was machen! In erster Linie bedeutet das zum Beispiel, mit Kindern und Jugendlichen zu reden, die soziale Ängste haben. Alle bisherigen Patienten waren jünger als wir, was mich ein bisschen überrascht hat, da es keine ausgeschriebene Kinder- und Jugendpraxis ist. Aber es gefällt mir, ich mag die Arbeit, und sowohl der Psychologe, dem wir meistens bei den Therapien assistieren, als auch die Psychologin, die hauptsächlich Sprachtherapie macht, sind nett und hilfsbereit. Angenehmerweise sprechen beide auch Englisch und Deutsch (mehr oder weniger), denn mein Spanisch ist immer noch nicht so gut, wie ich es gern hätte. Um ehrlich zu sein, würde ich es nicht unbedingt als ausreichend für die Projektarbeit bezeichnen – aber alle anderen sagen, es ist okay, und zur Not kann ich ja immer fragen.

Nach dieser weiteren Woche voller neuer Eindrücke sind wir schließlich nach Cuenca gefahren – die Wochenenden hier sind nicht zum ausruhen da. Dazu ist gar keine Zeit, wenn man nur zwei Monate da ist, denn es gibt so viel zu sehen!

In Cuenca haben wir Inkaruinen besichtigt und waren im Nationalpark wandern, sind durch die Straßen geschlendert, die voller Vorbereitungen für das bald anstehende Gründungsfest der Stadt sind, und haben eine Gruppe Tänzer kennen gelernt, die uns ein bisschen Breakdance beigebracht haben.

Ein weiteres volles Wochenende also, und es steht eine genauso volle Woche an…ich freue mich schon!

¡Hasta luego!

Eure Merle

Sozialarbeit mit Kindern in Ecuador