Das Great Barrier Reef: Korallenriff mit Herz

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Schlägt dein Herz auch für das wunderschöne Great Barrier Reef? Das Korallenriff vor der Ostküste ist als traumhaftes Schnorchel- und Taucherparadies bekannt. Hier findest du unglaublich viele Tierarten und eine farbenfrohe Unterwasser-welt! Doch immer mehr wird die Existenz des Riffes bedroht. Welche Faktoren das Great Barrier Reef gefährden und was du dagegen tun kannst, liest du hier.


Das Great Barrier Reef

Du liebst glasklares, türkises Wasser, weiße Traumstrände und eine bunte Unterwasserwelt? Nicht umsonst steht das Great Barrier Reef bei vielen auf der Bucketliste. Dieses Paradies gilt als Traum schlechthin! Erfahre mehr über das größte Korallenriff der Welt! Das Great Barrier Reef erstreckt sich im Südpazifik über 350.000 km² vor dem australischen Bundesstaat Queensland und ist damit so groß wie Italien, Deutschland, Malaysia und Japan zusammen! Das artenreiche Riff umfasst 2900 Einzelriffe, die sich 2300 Kilometer von Nord nach Süd ausstrecken. Selbst im Weltraum ist das gigantische Ausmaß des Great Barrier Reefs sichtbar! 1770 entdeckte der britische Seefahrer James Cook das faszinierende Korallenriff. Am 26. Oktober 1981 nahm sogar die UNESCO das artenreiche Ökosystem als Weltkulturerbe auf und es zählt nun zu den sieben natürlichen Weltwundern. Über 1500 Fischarten sind am Great Barrier Reef beheimatet. Daneben befinden sich hunderte Arten von Korallen, Schwämmen und Weichtieren, sowie Schildkröten, Seekühe, Delfine, Haie und Wale.

Die Entstehung des Korallenriffs

Das farbenfrohe Great Barrier Reef ist über einen langen Zeitraum durch Kalkabsonderungen von Steinkorallen-Polypen herangewachsen. Die ersten Anfänge des Riffes entstanden sogar schon vor über 20 Mio. Jahren! Der Teil des Korallenriffs, der heute zu sehen ist, ist etwa 10.000 Jahre alt. Es dauerte auf jeden Fall einige Zeit bis du das tolle Riff mit seiner heutigen Größe bestaunen kannst. Denn das empfindliche Ökosystem kann nur unter bestimmten Voraussetzungen gedeihen. Nur einmal im Jahr vermehren sich die Korallen-Polypen bei der sogenannten Korallenblüte. Wenn du das aufregende Spektakel miterleben willst, brauchst du auf jeden Fall richtiges Timing. Bei der Korallenblüte muss alles genau stimmen: die Wassertemperatur, die Tageslänge und Mondphase.

Du hast dich schon immer gefragt, warum das Great Barrier Reef so wunderschön bunt ist? Die Antwort sind Algen! Die Steinkorallen-Polypen gehen mit bestimmten Algenarten eine Symbiose ein. Dadurch bekommen die Polypen Nährstoffe und erhalten ihre Farbe.taucher-mit-meeresschildkroete

Was kannst du unternehmen?

Aufgrund des Klimas lädt das Great Barrier Reef das ganze Jahr über zum Schnorcheln, Tauchen oder einfach nur zum Baden ein. Doch neben den typischen Dingen kannst du eine Segel- oder Boottour zu den Whitsunday Islands machen und den unglaublich weißen Sand durch deine Finger rieseln lassen. Du stürzt dich gerne ins Abenteuer? Dann kannst du sogar einen Bungy Jump oder einen Sky Dive wagen! Wenn du es lieber gemächlicher magst, dann reite am Strand entlang, mache eine Kayaktour oder probiere Scuba Diving. Bei einer Glasboottour kannst du die bunte Unterwasserwelt im Trockenen betrachten. Wechsle die Perspektive und bestaune das Great Barrier Reef von oben! Bei einem Rundflug kannst du nicht nur das unglaubliche Korallenriff bestaunen, sondern du bekommst die Gelegenheit in der richtigen Saison Wale zu sehen! Das ist auf jeden Fall ein Erlebnis, das du so schnell nicht vergessen wirst! Erkunde nördlich der tropischen Stadt Cairns den Daintree Rainforest mit seinem erstaunlichen Artenreichtum. Ruhe findest du abseits vom Trubel auf einer der zahlreichen Paradiesinseln.

Wann ist die beste Reisezeit?

Das größte Korallenriff der Welt kann rund um das Jahr besucht werden. Im Norden der York Peninsula ist das Klima tropisch. In der Regenzeit zwischen November und April ist es sehr heiß und es regnet viel und Gewitter und Stürme kommen auch des Öfteren vor. Weiter im Süden ist es milder und die Luftfeuchtigkeit geringer. Jedoch solltest du auf die Quallenzeit achten. Zwischen November und Mai solltest du nur mit einem sogenannten Stinger Suit ins Wasser gehen, um Hautkontakt mit dem giftigen Box Jellyfish zu vermeiden. Wenn du trotzdem baden möchtest, besuche Strände, die während der Quallensaison Netze aufgespannt haben.

Das Great Barrier Reef in Gefahr

Zahlreiche Faktoren gefährden das wundervolle Artenparadies. Durch den Klimawandel und den damit einhergehenden steigenden Temperaturen, erhöht sich auch die Temperatur des Wassers. Hält die Erwärmung des Wassers über einen längeren Zeitraum an, werden die Algen, die mit den Korallenpolypen eine Symbiose eingehen, abgestoßen und es kommt zur Korallenbleiche. Viele Korallen können sich von der Bleiche nicht mehr erholen und sterben gänzlich ab. Auch Wetterphänomene wie Zyklone und El Nino bedrohen das Riff und zahlreiche Arten, die hier Zuhause sind. Die Landwirtschaft an der australischen Ostküste schadet durch den Einsatz von Düngemittel und Pestiziden dem Korallenriff. Denn diese werden durch den Regen ins Meer gespült. Leider ist auch der Tourismus ein Faktor, der das Great Barrier Reef gefährdet. Unachtsame Besucher des Riffs brechen mit ihren Flossen Korallen ab und bringen Sonnenöle ins das Meer. Oftmals wird Müll am Strand hinterlassen, welches mit dem Wind in das Meer getragen wird und Tiere sich darin verfangen und verletzen. Der natürlich Feind der Korallen ist der Dornenkronen-Seestern. Dieser verbreitet sich rasant und ernährt sich fast ausschließlich von Steinkorallen. Somit trägt er als großer Faktor zum Absterben des Korallenriffs bei. Oftmals fallen Millionen von Dornenkronen-Seesterne auf das Korallenriff her und verursachen große Schäden.bunte-fische-am-korallenriff-taucher-im-hintergrund

Wie verhalte ich mich am GBR?

Leider wird das tolle Paradies von einigen Faktoren gefährdet. Daher ist es umso wichtiger, dass du dich bei deinem Besuch des Korallenriffs so rücksichtsvoll wie möglich verhältst. Achte darauf, dass du keine Korallen beschädigst und berühre auch mit deinen Tauchflossen keine Korallen oder andere Meeresbewohner. Versuche auch an das Klima zu denken. Verwende öffentliche Verkehrsmittel. Entsorge deinen Müll in den vorhandenen Mülleimern oder vermeide am besten die Verwendung von Plastik. Es verfangen sich immer mehr Tiere im Plastikmüll, die sich dabei verletzen oder sogar daran sterben können. Deshalb achte auf die Umwelt. Tipps zum plastikfreien Reisen findest du auf unserer Website.


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