Das Ende des Praktikums

Melissa Halle Spanien Zettel

Insider Melissa versorgt uns gegen Ende ihres Auslandspraktikums in Spanien mit neuesten Informationen zu ihrem Arbeitsablauf auf der Messe für Keramik und Fliesen, zieht ein Fazit und gibt euch Tipps für euer Auslandspraktikum. Mehr Informationen über unser Programm findest du unter Auslandspraktikum in Spanien.


“Madre mía, wie schnell vergeht die Zeit?”, denke ich während ich vor meinem PC sitze und diese Zeilen schreibe. Und tatsächlich: Ich befinde mich bereits in der 16. und auch letzten Woche meines Praktikums bei der Feria Valencia. Und irgendwie ist es mir entgangen, auch nur einmal richtig darüber zu berichten. Aber zwischen all den Events und dem spanischen Lebensstil ist es mir einfach entwichen. Und dafür ganz ehrlich: Sorry!

“Was hast du eigentlich gemacht?”

Da sich damit auch meine Zeit in Spanien und somit mein Insider-Dasein langsam aber sicher dem Ende zuneigt, will ich euch doch noch einen kurzen Einblick gewähren. Mein Praktikum im Bereich Eventmanagement und Marketing habe ich bei dem Messezentrum Feria Valencia absolviert. Das Messezentrum, welches ein riesiges Gelände in einer Stadt etwas außerhalb Valencias umfasst, richtet jedes Jahr mehrere Messen verschiedenster Art aus. Von Beauty über Franchise bis hin zu Fliesen- und Bodenbelägen. Es ist für jeden etwas dabei. Bei letzterer durfte ich dieses Jahr mitarbeiten. Ich war Teil des Teams Cevisama, einer Messe für Keramik und den oben genannten Fliesen.

Meine täglichen Aufgaben bestanden in erster Linie darin, den Besuchern, die übrigens aus aller Welt anreisten, bei ihrem Visumsantrag und sonstigen Fragen bezüglich der Messe zu assistieren. Dabei stand regelmäßiger Telefon- und E-Mail-Kontakt an der Tagesordnung. Und meistens waren die Kunden auch nett. 😉 Abgesehen davon galt es, die Informationen der Online-Anmeldungen zu kontrollieren und generell meiner Vorgesetzten bei Kleinigkeiten wie z.B. Übersetzungen und Produktbeschreibungen zu helfen.

Meine Arbeitszeit betrug 40 h pro Woche, die ich von 9 Uhr bis 17 Uhr nachmittags meistens im Büro, nicht selten aber auch mit Rundgängen durchs Gelände, verbrachte. Da ich während der Messe selbst leider mit einer Magen-Darm-Grippe im Bett lag, konnte ich nur das Vorher und Nachher betrachten. Die Auf- und Abbauarbeiten, aber selbst diese waren beeindruckend und sehenswert.

Mein Fazit

Zwar ist es sehr interessant, in einem Messezentrum zu arbeiten, denn meist bekommt man ja nur das fertige Event mit. Nicht aber die Vor- und Nachbereitungen. Trotzdem muss ich aber feststellen, dass es nicht der richtige Beruf für mich ist. Wieso? Zu viel Büro, nicht genug Kontakt mit Menschen und zu guter letzt zu wenig Kreativität. Sicherlich gilt das nicht für jeden Beruf in diesem Bereich.

Allerdings bekam ich natürlich auch nicht Einblick in alle Bereiche, sondern war zum großen Teil an die Tätigkeiten meiner Vorgesetzten gebunden. Dennoch war das Praktikum eine wertvolle Erfahrung für mich! Ich konnte meine Spanischkenntnisse stark verbessern und habe Einsicht in die spanische Arbeitswelt erhalten. Daran, dass es dort um einiges gelassener zugeht was die Arbeitsmoral betrifft, musste ich mich als Deutsche mit ausgeprägtem Effizienzdenken allerdings auch erstmal gewöhnen. 😉

Ein guter Ratschlag zum Schluss

Praktika sind in der Regel unbezahlt. Was und wie viel ihr machen dürft, hängt oftmals auch von eurem Vorgesetzten ab. Es ist also schwierig, auf Grund der Erfahrungen anderer auf sich selbst zu schließen. Man sollte sich immer bewusst sein, dass es nicht zwangsweise genauso laufen muss. Solltet ihr aber Bock drauf haben, nach der Schule mal in die Berufswelt hinein zu schnuppern und das Ganze mit einem Auslandsaufenthalt zu verknüpfen, dann go for it! Schaden tut es grundsätzlich nie. Und die Chancen eine einzigartige Erinnerung mitzunehmen stehen gut!

Über meine letzten Wochen in Valencia und die bevorstehenden Fallas erfahrt ihr in meinem nächsten Bericht mehr, also bleibt dran!

Alles Liebe,

Mel


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