Das bunte Treiben im Hostel

Blick auf das Opernhaus von Sydney in Australien.
Das Opernhaus von Sydney wird Alexander auch bald sehen.

Unser Insider Lea berichtet von ihrem Alltag in Australien und einem ersten Job:

Wildes Tellergeklapper, hektisches Herumfuchteln mit heißen Pfannen, hier und da beschäftigtes Geschrei. Von verbranntem Toastbrot, über würzig duftendes Steak bis hin zum asiatischen Wok erreichen die verschiedensten Gerüche meine Nase.
Ich sitze in der Hostelküche und beobachte fasziniert das bunte Treiben fremder Menschen vor meinen Augen. Vor genau 3 Wochen saß ich noch mit Tränen in den Augen am Münchner Flughafen und habe meinem Abenteuer Australien mit klopfendem Herzen entgegen geblickt. Nun sind schon 3 Wochen dieses Abenteuers vergangen und alles was mir anfangs neu und unbekannt vorkam, fühlt sich mittlerweile wie zu Hause an.
Vor gut einem Monat hätte ich mir nie träumen lassen können, dass ich mich am Ende eines Tages darauf freue, in einer überfüllten Küche mit fremden Menschen um die letzten Herdplatten zu kämpfen. Auch das Schnarchen meiner Zimmerkameraden fühlt sich mittlerweile verwandt an. Selbst wenn die sozialen Kontakte in Hostels nur für ein paar Stunden oder höchstens Tage anhalten, fühlt man sich doch nie alleine.
Ich befinde mich immer noch am Startpunkt meiner Reise, nämlich in Sydney. Seit gut einer Woche habe ich dort auch Arbeit gefunden. Ich arbeite als Fundraiser für eine Charity-Organisation. Meine Arbeit beginnt mittags um 12 Uhr und geht bis abends um 8 Uhr. Da wir aber meistens in Vororten Sydneys unterwegs sind und somit einen ziemlich langen Arbeitsweg vor uns haben, bin ich immer frühestens um 10 Uhr abends wieder in meinem Hostel. Die Arbeitszeiten sind etwas ungewohnt, jedoch hat man sich nach gut einer Woche daran gewöhnt. Positiver Nebeneffekt ist außerdem eine Verbesserung meiner Englischkenntnisse und eine Überwindung meiner Schüchternheit, da wir komplett fremde Leute ansprechen müssen. Übrigens habe ich meinen Job schon nach dem zweiten Interview bekommen. Der Mythos, man würde in Sydney keine Jobs finden, hat sich also kein Stück bewahrheitet.
Was leider stimmt, ist, dass Australien von den Lebenshaltungskosten komplett überteuert ist. Sich gesund zu ernähren und nicht zuzunehmen ist meines Erachtens nicht möglich…
Ab dem 6. Dezember geht es für mich aus der Stadt ins „real Australia“ hinaus, ich bin mal gespannt, ob sich dort die Preise verändern.
Bis Bald!
Eure Lea 🙂

Work & Travel in Australien