Ausflüge und Krankenhausalltag in Argentinien

Gebirge spiegelt sich in einem See in Argentinien.
Die Landschaft Argentiniens hat so viel zu bieten.

Insider Larissa berichtet von einer interessanten Wanderung und ihrem Start ins Projekt:

Hallo, alle zusammen!

Vor zwei Wochen bin ich zum Wandern mit einigen Freunden in den Parque Nacional Quebrada gefahren. Den Bus haben wir morgens um halb neun genommen und sind nach einer zweistündigen Fahrt, mitten im Nirgendwo abgesetzt worden. Sehr nach einer Haltestelle sah es nicht aus, aber tatsächlich entdeckten wir hinter einer kleinen Kurve den „Eingang“ (wenn man ihn denn so nennen kann, denn es war nur ein simples Tor) des riesigen Parks. Nach ca. 30 Min. Fußmarsch kamen wir an ein kleines Gebäude, in dem wir eine Karte in die Hand gedrückt bekamen und uns dann auf den Weg machten.
Sechs Stunden später waren wir, wie ihr euch vielleicht denken könnt, mehr als nur erschöpft und leider auch recht verbrannt, da wir die starke Sonne durch die stetig wehende, kühlende Brise unterschätzt haben. Trotzdem war es ein unheimlich schöner Tag, da die Landschaft und vor allem die Stille, die man in der Großstadt vergeblich sucht, alle Anstrengungen wert sind.

Letztes Wochenende habe ich zwei neue Mitbewohner bekommen: ein Mädchen aus Deutschland und eines aus Österreich – also genau dieselbe Konstellation, die ich mit meinen alten Mitbewohnerinnen hatte! Sie sind beide unheimlich nett und bleiben relativ lange (drei und sechs Monate). Ich freue mich schon auf unsere gemeinsame Zeit!

Diese Woche war für mich eher ruhig, da ich das Unmögliche vollbracht und mich bei fast dauerhaften 25°C trotzdem irgendwie erkältet habe – fragt mich nicht, wie. Da ich es auf meiner Station (auf der ich seit drei Wochen arbeite), mit bereits immunschwachen Menschen zu tun habe, wurde ich von meinem Krankenhaus für die komplette Woche freigestellt, um mich auszukurieren. Allerdings freue ich mich schon unheimlich darauf, nächste Woche wieder ins Projekt zu starten. Ich habe langsam das Gefühl, eine gewisse Routine in der Arbeit zu entwickeln und verstehe mittlerweile auch die Krankenhaustermini, die mir selbst zuvor in Deutsch (geschweige denn in Spanisch) fremd waren.

Ich hoffe ihr habt Zeit, um noch ein paar letzte Sonnenstrahlen sammeln zu gehen,
bis bald,
Larissa

http://www.praktikawelten.de/freiwilligenarbeit/humanmedizin/humanmedizin-in-argentinien/projektinfo.html