Abstecher nach Chile!

Chilenische Flagge

Insider Larissa erzählt von einer Reise ins längste Land der Welt:

Hallo, alle zusammen!
Vor ein paar Wochen, zur Weihnachts-/ Silvesterzeit, war mein 90-Tage-Touristenvisum erneut am Ablaufen. Nun wisst ihr vielleicht, dass es zwei Möglichkeiten gibt, es zu verlängern: Entweder bezahlt man für weitere 90 Tage oder man verlässt das Land für mindestens drei Tage und bekommt dann bei der Wiederkehr automatisch ein Neues. Nach meinen ersten drei Monaten hier in Argentinien wurde ich von einer Freundin aus Brasilien, die ich hier kennen gelernt hatte, eingeladen, sie doch für eine Woche zu besuchen. Das war meine erste Visumsverlängerung. Da ich aber länger als sechs Monate hier bin, stand ich erneut vor der Wahl. Vielleicht kennt ihr mich mittlerweile schon gut genug und könnt euch denken, dass ich mich fürs Reisen entschieden habe.

Mit sechs anderen Mädels, die ich hier in Córdoba kennen gelernt habe, ging es also nach…CHILE! Und das für stolze elf Tage!

In Chile wird man schnell zum Millionär ;)
In Chile wird man schnell zum Millionär 😉

Zwei Tage davon gehen allerdings für die Hin- und Rückfahrt drauf, da wir wieder mit dem Bus (und nicht mit dem deutlich schnelleren, aber auch deutlich kostspieligeren Flugzeug) unterwegs waren. Wir starteten also abends in Córdoba, sind 10 Stunden nach Mendoza gefahren, von da aus 7 Stunden durch die Anden (wobei 3 Stunden zwangsweise wartend an der Grenze verbracht wurden) nach Santiago de Chile.
In Santiago angekommen, könnt ihr euch vielleicht unsere Erschöpfung vorstellen. Wir haben schnell Geld abgehoben (1€ = 730 chilenische Pesos), sind noch ein wenig durch die Stadt geschlendert und dann zurück ins Hostel, um noch kurz in den Pool zu springen.

In Chile soll es angeblich Glück bringen, gelbe Unterwäsche zu Silvester zu tragen. Deshalb waren alle Straßen mit kleinen Ständen gefüllt, die gelbe Unterwäsche verkauft haben. (Funny Fact: In Argentinien ist es übrigens rosa.)
In Chile soll es angeblich Glück bringen,
gelbe Unterwäsche zu Silvester zu tragen.
Deshalb waren alle Straßen mit kleinen Ständen gefüllt,
die gelbe Unterwäsche verkauft haben.
(Funny Fact: In Argentinien ist es übrigens rosa.)

Denn nächsten Tag verbrachten wir (Überraschung, Überraschung, bei einer Gruppe von sieben Mädels) fast nur mit Einkaufen. Ja, nicht die beste Beschäftigung in Sachen „neues-Land-kennen-lernen“, doch viele von uns wollten sich gerne in dieser schon eher „nordamerikanischen“ Stadt austoben.

Am darauffolgenden Tag schauten wir uns dann die Stadt an. Obwohl viele von uns fast verliebt in Santiago waren, muss ich sagen, dass mir Buenos Aires besser gefallen hat, weil es da eher lateinamerikanisch aussah (wenn auch nobel). In Santiago dachte ich, dass ich auch in den Vereinigten Staaten hätte sein können.

Abends haben wir aus unserem Hostel ausgescheckt und sind schwerbeladen zum Busbahnhof gelaufen, um nach Algarrobo zu fahren. Dort angekommen nahmen wir ein Taxi zum 10min entfernten San Alfonso del Mar, wo wir den Rest unserer Zeit in Chile verbracht haben.

Und unsere Unterkunft … war das REINSTE Paradies. Wir hatten so ein wundervolles (sauberes!!!) Apartment mit Meerblick, Spül- und Waschmaschine, Sandwichmaker und Elektroherd! Mit sauberen, weder verkalkten, noch verschimmelten Duschen, einem wunderschönen Balkon und zwei genialen Schlafzimmern, die himmlisch bequeme Matratzen hatten, und in denen du zum Geräusch der Wellen eingeschlafen und mit Blick auf den Ozean aufgewacht bist. Kurz: Es war wunderschön.

Am nächsten Tag allerdings hat das Wetter nicht ganz so mitgespielt, weshalb wir nach Valparaíso gefahren sind (einer Stadt, ca. 1h von Algarrobo), eine sehr bunte, hügelige Kleinstadt, die an der Küste liegt und für ihre farbenfrohen Häuser und Mauern bekannt ist.

Für den Rest unserer Zeit hieß es für uns: Sommer, Sonne, Sonnenschein. Denn wir hatten wundervolles Wetter, einen traumhaften Pool, den Pazifik direkt vor der Tür und eine wunderschöne Unterkunft, in der jeden Tag gekocht wurde. Silvester haben wir mit den Füßen im Meer verbracht, mit chilenischem Sekt angestoßen und das Feuerwerk an der Küste entlang beobachtet.

Einen kleinen Ausflug unternahmen wir noch zu Isla Negra, einer Stadt, in der das „schönste“ Haus von Pablo Neruda steht, einem lateinamerikanischen Poeten, der überwiegend Liebesgedichte schrieb und den ich seit ein paar Jahren gerne lese. Das heißt, für mich war es eine unglaublich schöne Sache sein Haus (das jetzt ein Museum ist) zu besuchen. Weiterer Pluspunkt: Ich kann seine Werke jetzt sogar in Originalsprache lesen!

Schlussendlich haben wir schweren Herzens „Auf Wiedersehen“ zu Chile sagen müssen, um 9 Uhr morgens einen Bus von Algarrobo nach Santiago und um 12 Uhr den Bus nach Mendoza genommen, um abends um 23 Uhr unseren Nachtbus nach Córdoba zu bekommen.
Bis bald, ihr hört von mir,
Larissa

► Unsere Projekte im wunderschönen Chile

Und hier noch ein paar Impressionen von Santiago de Chile: