Abenteuerwochenende in Baños

Abenteuerwochenende: Merle beim Ziplining

Insider Merle hat ein Abenteuerwochenende in Baños verbracht und berichtet von ihren Erlebnissen.

Und schon ist ein weiteres geniales Wochenende vergangen und ebenso die Hälfte meiner Zeit hier in Ecuador. Unfassbar, wie schnell das geht! Mit dem Sprachunterricht bin ich fertig und nachher fahre ich zum ersten Mal zum Arbeiten in die Praxis. Ich bin schon sehr gespannt, wie das so wird, aber davon berichte ich nächstes Mal.

Und das Abenteuerwochenende beginnt

Abenteuerwochenende: Merle auf einer großen SchaukelErst mal geht es jetzt um mein Wochenende! Zusammen mit zwei dänischen Mädchen bin ich am Freitag nach Baños de Santa Agua gefahren, einem kleinen Ort circa dreieinhalb Stunden südlich von Quito, der als eins der bedeutendsten Reiseziele Ecuadors gilt (sagt zumindest mein Reiseführer und viele begeisterte Voluntäre, die schon da waren).

Baños hat wirklich Charme, das muss man sagen, ist aber auch sehr auf Touristen ausgerichtet. Überall findet man kleine Läden, die Outdoor-Touren verkaufen, Hostels, Shops, die allerlei Souvenirs und „typisch ecuadorianische“ Waren anbieten, sowie unzählige Massage- und Wellness-Studios. Nun gut, wir sind ja irgendwie Touristen. Auch, wenn wir uns immer Mühe geben, nicht so zu wirken, aber unsere Haut- und Haarfarbe verraten uns jedes Mal wieder (Mist!).

So haben wir dann also die Möglichkeiten, die Baños seinen „Gringos“ (Ausländern) bietet, voll ausgenutzt: Begonnen haben wir am Freitagabend mit einem sehr leckeren, ausgiebigen mexikanischen Abendessen und einem ebenso ausgiebigen wie guten Frühstück am Samstagmorgen. Anschließend sind wir mit gemieteten Quads über wunderschöne, von pink blühenden Bäumen und Palmen gesäumten Straßen zur Casa del Arbol gefahren, einem Baumhaus in den Bergen mit einer Schaukel, die über dem Abgrund hängt. Die Rückfahrt über steil abfallende, stellenweise asphaltierte und stellenweise Abenteuerwochenende: Merle beim Quad fahreneinfach geschotterte Bergstraßen musste ich mit einem schmerzhaften Sonnenbrand bezahlen, aber das war sie allemal wert.

Um unsere müden, vom Quad fahren angestrengten Körper ein bisschen zu verwöhnen, haben wir uns nach dem Essen ein Bad im Pool des Hostels gegönnt und, da das doch ziemlich kalt und entsprechend wenig entspannend war, eine lange professionelle Ganzkörpermassage inklusive Gesichtskur. Außerdem sind wir natürlich auch mal ganz touristisch durch die Straßen und Lädchen geschlendert.

Bestens erholt und ausgeruht ging es abends mit dem Chiva (kleiner Bus mit sehr vielen bunten, blinkenden Lichtern außen dran und lauter Musik) durch die Dunkelheit zu einem Aussichtspunkt, von dem man, einen Canelazo in der Hand (sehr ecuadorianischer heißer Drink, von dem ich nicht genau sagen kann, woraus er eigentlich ist, wird mit Zimt und Alkohol zubereitet), Baños bei Nacht bestaunen konnte. Was ein wirklich beeindruckendes und schönes Bild war. Bis der Nebel kam. Zusätzlich gab es eine Feuershow, die das Wetter wieder wett machte. Ein weiteres Plus: Bei diesem Ausflug waren außer uns fast nur Ecuadorianer anwesend – also mal nicht touristisch. Zumindest nicht so sehr.

Abenteuerwochenende: Merle beim ZipliningUnser Hauptvorhaben für Sonntag war dann Zip Lining auszuprobieren – und ich kann nur jedem raten: Macht das! Es macht sooo einen mega Spaß. Ich liebe es. Man fliegt an Drahtseilen über Schluchten, Wasserfälle, Flüsse, durch den Regenwald, mal im Gurt sitzend, mal kopfüber hängend und mal liegend, Kopf voran. Ein unglaubliches Gefühl.

Um die verbleibende Zeit zu nutzen, sind wir nach einem kurzen Mittagessen und ein bisschen durch-die-Stadt-bummeln noch in ein nahes Dschungelgebiet gefahren, in dem man wandern/spazieren und Wasserfälle bestaunen konnte. Dann mussten wir auch schon wieder zum Bus, der uns zurück nach Quito brachte.

Und nun liegt meine erste Projektwoche vor mir, außerdem hoffentlich ein paar Vormittagsunternehmungen in Quito. Immerhin ist das der Plan den eine Freundin (arbeitet in der gleichen Praxis) und ich für diese Woche haben. Mal sehen, was daraus wird!

¡Hasta luego!

Eure Merle

Sozialarbeit mit Kindern in Ecuador