Alltag in einem Kindergarten in Südafrika

Marlen mit Kindern im Kindergarten

Unser Insider Marlen erzählt wie sie die ersten Tage im Kindergarten in Südafrika erlebt hat und was sie am Wochenende vor hat.

Unter dem Namen meines Projekts, in dem ich die nächsten Wochen arbeite werde, konnte ich mir anfangs nicht viel vorstellen, habe dann jedoch schnell gemerkt, dass es sich um eine Art Kindergarten handelt. Die Gegend, in der ich arbeite, würde ich als „Vorstufe“ eines Townships bezeichnen.

Bei meinem ersten Arbeitstag wurde ich von den Kindern sehr herzlich empfangen. Auch die beiden Erzieherinnen sind sehr nett, auch wenn die Kommunikation manchmal nicht ganz einfach ist, da die beiden fast nur Afrikaans sprechen. Nachdem sich die Kinder bei mir vorgestellt hatten, konnte mein erster Tag im Projekt beginnen.
Zunächst wurde gesungen und getanzt; anschließend hat die Erzieherin den Kindern eine Geschichte vorgelesen. Danach wurden im Raum verschiedene Stationen aufgebaut, bei denen gemalt, geknetet, ausgeschnitten oder einfach nur gespielt wurde. Hier war es meine Aufgabe, die Kinder so gut es geht zu unterstützen. Das ist wirklich anstrengender als man denkt, da knapp 20 kleine, aufgedrehte Kinder einen wirklich auf Trab halten können. Aber natürlich macht es auch riesigen Spaß, mit den Kleinen herumzualbern und sie lachen zu sehen. Es ist ein tolles Gefühl, von den Kindern so gemocht zu werden und von allen Seiten eine Umarmung oder ein Küssen zu bekommen. Nach dieser Spielrunde war es Zeit fürs Mittagessen, das ich mit zubereitet und verteilt habe. Als die Kinder aufgegessen hatten, habe ich noch kurz mit ihnen gespielt, wurde aber dann auch schon abgeholt und mein erster Tag im Projekt ging zuende.

  Alltag im Kindergarten

Ich bin jetzt schon seit über einer Woche im Kindergarten und habe total Spaß an der Arbeit dort. Die Kinder sind wirklich bezaubernd, auch wenn ich nach manchen Arbeitstagen echt mit den Nerven am Ende und froh über etwas Ruhe bin. Manchmal ist es gar nicht so einfach, den Kindern zu vermitteln, was sie dürfen und was nicht, sodass teilweise Chaos vorprogrammiert ist. Aber wenn man dann mit den Kindern nach draußen geht, sie dir auf den Arm springen und ausgelassen herumtoben, sind alle Anstrengungen vergessen. Die Arbeit hier macht mir so sehr Spaß, dass es für mich mittlerweile gar nicht so abwegig ist, in meinem späteren Beruf etwas mit Kindern zu machen.

  Wochenende in Sicht

Insgesamt kann man den Freiwilligendienst in meinem Projekt eigentlich nicht als „Arbeit“ bezeichnen. Ich arbeite nur vier Tage die Woche, die restlichen Tag haben wir zur freien Verfügung; ich kann mich also nicht über zu wenig Freizeit beklagen. Morgen ist schon wieder Wochenende und es geht für mich und ein paar Mädchen aus dem Haus auf eine Western Cape Tour, bei der wir drei Tage lang an der Westküste langfahren werden und verschiedene Unternehmungen machen. Ich freue mich schon total auf die Tour und bi gespannt, was Südafrika als nächstes für mich bereithält 🙂

Sozialarbeit mit Kindern in Südafrika